09.07.2019 17:35 |

Vor der Wahl

Obersteirer machen gegen „Mautflüchtlinge“ mobil

Kaum etwas nervt Autofahrer, aber auch Anwohner so sehr wie Mautflüchtlinge: Um sich Geld zu sparen, verlassen viele Lastwagenfahrer die Autobahn und schlägeln sich stattdessen über Bundesstraßen. Besonders groß ist der Ärger in der Obersteiermark - hier sind Triebener Tauern und B 320 immer wieder „verstopft“.

Die B 320, die gefährlichste Straße der Steiermark, hat ein Lkw-Problem: Hunderte Lastwagen wälzen sich täglich über die Ennstal-Route. Die Folge sind Staus, gefährliche Verkehrssituationen und Umweltbelastung.

Das ärgert die Anwohner: Zum einen dürften sie teils gar nicht unterwegs sein (die neue Ferienreiseverordnung sieht bis Ende August ein Fahrverbot jeweils samstags von 8 bis 15 Uhr vor), zum anderen wollen sich die Lenker schlicht und einfach die Autobahnmaut sparen.

„Wir sind doppelt belastet“
Mautflüchtlinge sorgen aber auch in der Region Murtal für Aufregung: Ziel der Abgeordneten Wolfgang Moitzi, Jörg Leichtfried und Bürgermeister Heinz Wilding (SPÖ) aus Hohentauern ist es, die massive Belastung von Straßen wie Gaberlstraße und dem Triebener Tauern endlich zu beseitigen. „Wir sind doppelt belastet, nämlich vom Norden und Süden“, ärgert sich Moitzi.

Da der Lkw-Verkehr ständig zunimmt, forderten sie im Rahmen eines Pressegespräches: „Stoppen wir das Lkw-Chaos!“ Erster Schritt müsse es sein, die Straßenverkehrsordnung dahingehend zu verändern, dass es einfacher wird, Mautfluchtrouten zu schließen. Ziel ist auch die Verlagerung auf die Schiene, zudem solle nach dem Vorbild der Schweiz eine Lkw-Maut in Österreich eingeführt werden, die einen ökologisch sinnvollen Transport ermöglicht.

Heinz Weeber und Gerald Schwaiger, Kronen Zeitung

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