Kinderbetreuung OÖ:

„Kein Vorwärtskommen bei Ausbau der Krabbelstuben“

Die Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 9 Jahren ist in Oberösterreich gut aufgestellt: „Es gibt ein flächendeckendes Angebot“, sagt Landesrätin Christine Haberlander bei der Präsentation einer aktuellen Kindertagesheimstatistik. Der Ausbau in den Gemeinden geht weiter, rund 111 Millionen werden investiert.

Familien stehen in Oberösterreich rund 1247 Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung, in denen Sprösslinge vom Babyalter bis zum Ende der Volksschulzeit betreut werden. Mit diesen Kindern- insgesamt 63.010 - beschäftigt sich die aktuelle Kindertagesheimstatistik des Landes. Rund 228 Kinder mehr als im Vorjahr besuchten Krabbelstuben, rund 587 mehr den Kindergarten. „Für fast alle ist die Betreuungsstätte innerhalb von 10 Minuten erreichbar“, sagt Barbara Trixner (Land OÖ) - siehe Interview. 

Kritik von an Betreuungsquote der Kleinen
Landesrätin Birgit Gerstorfer sieht dagegen „kein Vorwärtskommen beim Ausbau der Krabbelstuben“. Die Betreuungsquote von 16,5 Prozent sei ein „frauenpolitischer Missstand“. Und sie kritisiert auch die Nachmittagsgebühren in Kindergärten.

„Spielen bleibt das Allerwichtigste!“
Barbara Trixner (57) ist seit 1993 Leiterin der Kinderbetreuung im Land Oberösterreich und sie zieht für die „Krone“ eine persönliche Bilanz.
Krone“: Was leistet denn der Kindergarten für unsere Sprösslinge?
Barbara Trixner: Der Kindergarten hatte schon immer einen Bildungsauftrag. In den letzten Jahren ist dieser aber sicher gestärkt worden, durch die Kindergartenpflicht wurde ein guter Akzent gesetzt!

„Krone“: Was hat sich im Kindergarten seit 1993 verändert? Ein Beispiel bitte.
Barbara Trixner: Die Gruppen sind wesentlich kleiner geworden, es ist eine Alterserweiterung möglich. Das heißt: Wenn notwendig, können auch Jüngere in die Gruppe kommen.

„Krone“: Und baulich?
Barbara Trixner: Die Anlagen hatten immer schon einen hohen Standard bei den Bewegungsräumen und auch bei den Freiflächen.

„Krone“: Dürfen unsere Kinder ausreichend spielen?
Barbara Trixner: Ja, sicher. Spielen als allerwichtigste Lernform ist nach wie vor in den Einrichtungen hoch im Kurs!

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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