Vanek musste Anfang April wegen einer Leistenverletzung sechs Spiele pausieren, er wollte aber unbedingt vor dem Play-off noch zwei Spiele absolvieren, um sich für die K.-o.-Phase fit zu machen. Die Rechnung ging voll auf. Beim 5:2-Erfolg am Samstag bei Angstgegner Ottawa Senators erzielte der 26-Jährige erstmals in seiner NHL-Karriere vier Tore, am Sonntag legte er seinen 28. Saisontreffer nach. Vanek ist damit zum vierten Mal in Serie bester Torschütze seines Klubs, lediglich in seiner Rookie-Saison war er nur zweitbester Torjäger der Sabres.
Der Steirer kann daher mit viel Selbstvertrauen in sein drittes Play-off gehen, nachdem die Sabres in den vergangenen zwei Jahren den Aufstieg nicht geschafft hatten. "Es ist toll, dass wir im Play-off zurück sind, daher werden wir es sicher genießen", erklärte Vanek. Am Donnerstag soll im Heimspiel der erste Schritt gemacht werden. Buffalo und Boston treffen erstmals seit 1999 im Play-off aufeinander, fünf der sieben K.-o.-Duelle gingen bisher an die Bruins. In dieser Saison gewann Boston vier der sechs Begegnungen, Buffalo siegte jeweils nur mit einem Tor Differenz.
"Jetzt startet die richtige Saison", erklärte Buffalo-Trainer Lindy Ruff. "Es wird ein Kampf des Willens", so Ruff vor dem Duell, in dem die beiden besten Torhüter des Grunddurchgangs zu sehen sein werden. Bostons Tuukka Rask war mit durchschnittlich 1,97 Gegentoren und 0,931 Prozent der gehaltenen Torschüsse die Nummer eins vor Buffalos Ryan Miller (2,22 bzw. 0,929).
Grabner hofft auf Play-off-Einsätze
Als zweiter Österreicher neben Vanek darf sich Michael Grabner Hoffnungen auf Play-off-Einsätze machen. Allerdings ist offen, ob Alain Vigneault, Trainer der Vancouver Canucks, in den Partien gegen die LA Kings (ab Donnerstag) auch auf den 22-jährigen Kärntner setzt. Im letzten Spiel des Grunddurchgangs war Grabner nur Zuschauer.
"Wir haben eine sehr gute Mannschaft, haben die Division gewonnen und können auch den Stanley Cup gewinnen. Es ist alles drin. Wir haben einen guten Torhüter, sehr schnelle Spieler und spielen ein gutes Forechecking. Damit haben die Gegner Probleme", sagte Grabner.
Auch Philadelphia hat's geschafft
Als letzte Mannschaft hat sich am Sonntag Philadelphia für das Play-off qualifiziert. Die Flyers entschieden das direkte Duell mit den New York Rangers mit 2:1 nach Penaltyschießen für sich. Ob der Österreicher Andreas Nödl, der die meiste Zeit der Saison im Flyers-Farmteam Adirondack Phantoms spielte, nun nach Philadelphia beordert wird, war noch offen.
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