22.06.2019 13:55 |

Kolumne

Ein Erfolg?

Verkehrspolitisch haben unsere Freunde in Deutschland keinen großen Lauf. Die von der CSU und ihrem oberbayrischen Vorzeigedenker Alexander Dobrindt entwickelten Maut-Pläne wurden zuletzt, wie nicht anders zu erwarten, vom Europäischen Gerichtshof abgeschmettert.

Erneute Peinlichkeiten samt Wortbruch will man aber jetzt in München offenbar nicht mehr riskieren. Vielleicht geben die Bayern jetzt deshalb vor Beginn der Ferien grünes Licht für die seit langem zugesagte dritte Fahrspur beim Grenzübergang Walserberg.

Das Projekt soll vorerst nur ein sommerliches Provisorium werden. Das passt ins Bild von der angeblichen Vorzeige-Industrienation. Dort schrammt einiges ziemlich scharf an der Pfuschgrenze vorbei.

Wie marod die Infrastruktur bei den Deutschen ist, weiß jeder, der dort nur einmal mit der Bahn gefahren ist - also wenn sie überhaupt fährt.

Unsere lieben Nachbarn können nämlich in Griechenland für viel Geld auf Pump die fettesten Autobahnen hinknallen, aber eine einfache Fahrspur nach Österreich bekommen sie nicht ordentlich hin.

Daher schadet es sicher nicht, wenn der hartnäckige Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll den Zusagen aus Deutschland mit einigem Misstrauen begegnet. Nachrichten von einem Erfolg könnten sich als verfrüht herausstellen.

Offen bleibt zudem, ob die Staus ein Ende nehmen: Die Deutschen verfügen zwar über echt super Asphaltiermaschinen. Aber am Personal für die Grenzkontrollen hapert es weiter.

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