18.06.2019 16:34

Europaspiele in Minsk

56 Österreicher wollen Medaillen und Tokio-Tickets

Vier Jahre nach Baku 2015 beginnt am Freitag die zweite, zehntägige Auflage der Europaspiele. Den Status vergleichbarer Kontinentalmeisterschaften wie Asien- oder Panamerikanische Spiele hat „Mini-Olympia“ des „alten Kontinents“ noch lange nicht erreicht, doch zumindest ist es bereits ein wenig mehr akzeptiert. So gibt es keine Nachwuchsbewerbe mehr, wie es beim Debüt im Schwimmen der Fall war.

Die Schwimmer sind diesmal aber gar nicht dabei. Auch Taekwondo, Fechten und Beachvolleyball sind anders als damals in Aserbaidschan diesmal nicht vertreten. Dadurch kommen in Weißrusslands Hauptstadt auch nur 15 Sportarten (199 Bewerbe) zur Austragung, in Baku waren es mehr als 20. Die Anzahl österreichischer Athleten ist von 143 auf rund 40 Prozent davon gesunken - das vom Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) entsandte Team umfasst 56 Sportler. Für diese haben die Spiele jedoch eine hohe Bedeutung, für 37 rot-weiß-rote Aktive geht es direkt oder indirekt um Tickets für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Im Bogenschießen, Schießen und Tischtennis sind unmittelbar Quotenplätze zu holen. Im Badminton, Judo, Karate und den Rad-Straßenbewerben sind die Konkurrenzen in den Qualifikationsprozess eingebettet. Im Badminton, Boxen und Judo werden zudem in Minsk offiziell auch EM-Medaillen vergeben.

ÖOC-Präsident Karl Stoss erwartet sich von den Europaspielen mit rund 4000 Sportlern aus 50 Ländern ein klares Anwachsen der Zahl an Tokio-Qualifikationsplätzen, von denen es für Rot-Weiß-Rot bisher nur eine klar einstellige Anzahl gibt. Und der Vorarlberger schätzt Minsk 2019 auch als wertvollen Schritt zu den Sommerspielen ein: „Es ist eine exzellente Vorbereitung auf Olympia 2020. Das ist eine gute Messlatte, um zu schauen: Wie steht man auf der internationalen Bühne.“ Die Premiere in Baku hat Österreich 13 Medaillen gebracht - drei in Gold, sechs in Silber, vier in Bronze. Von den damaligen Medaillengewinnern sind Karateka Bettina Plank (Silber), Judoka Bernadette Graf, Schützin Olivia Hofmann und das Tischtennis-Herrenteam mit Stefan Fegerl, Robert Gardos und Daniel Habesohn (jeweils Bronze) wieder dabei. Der 40-jährige Gardos ist der älteste ÖOC-Teilnehmer, der 18-jährige Bahnradfahrer Valentin Götzinger der Jüngste.

Die sonst bekanntesten Namen unter den österreichischen Sportlern in „Belarus“ tragen aus dem Judo-Lager Sabrina Filzmoser und Kathrin Unterwurzacher, die Flachwasser-Kanutinnen Ana Roxana Lehaci und Viktoria Schwarz, die Bahnradfahrer Andreas Graf und Andreas Müller, Ringerin Martina Kuenz, die Schützen Bernhard Pickl und Alexander Schmirl, das Tischtennis-Trio Liu Jia, Sofia Polcanova und Amelie Solja sowie Gymnastin Nicol Ruprecht. In Minsk wirft man sich ins Zeug, um als Veranstalter ein gutes Bild nach außen abzugeben. In der Stadt wird es drei offizielle Fan-Zonen geben, sieben weitere sind landesweit auf größere Städte verteilt. Dazu wird ein Kulturprogramm geboten. Laut Veranstaltern musste für die Spiele in der Zweimillionen-Stadt nur eine der 15 Wettkampfstätten neu gebaut werden. Vor zwei Wochen waren rund 120.000 der aufgelegten 190.000 Tickets verkauft, mehr als die Hälfte an Ausländer.

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