Kupelwieser in Gmunden

Knitter-Kunst mit dem Reiz des wirklich Zufälligen

Zerknautschte Nirosta-Kunst, pralle Kugeln aus Aluminium oder Knitterobjekte aus fein poliertem Edelstahl - das sind unverkennbar Werke des Niederösterreichers Hans Kupelwieser. Die Galerie 422 in Gmunden widmet ihm eine gut bestückte Werkschau. In Linz ist Kupelwiesers Kugelskulptur im Volksgarten beliebt.

Ein geordneter Haufen silberner Kugeln, der sich vor dem Linzer Musiktheater aufbaut, ist heute eine der beliebtesten Skulpturen im Stadtraum. Sie stammt von Hans Kupelwieser (71), einem Künstler aus Lunz am See, der sich als Bildhauer und Fotokünstler sieht. Er stellt Objekte her, die aus zerknitterten Blechen entstanden sind. Der Zufall spielt in der Formgebung unverhohlen eine große Rolle. Es gehe um ein Kunstwerk, das nur einmal, in einem gewissen Moment entstehen könne, sagt der Niederösterreicher darüber. Also muss es zufällig, richtig ungeplant entstehen.

Ordnung im Chaos und „Kunstsegler“
In der Werkschau sind nicht nur Objekte, sondern auch Fotogramme zu sehen. Diese Zeichnungen mit Licht auf Fotopapier folgen aber - dem Zufall zum Trotz - bestimmten Strukturen, die Ordnung ins Chaos bringen. So ist auch seine Linzer Kugelskulptur vor dem Musiktheater zu verstehen, die auf ein Rechenbeispiel von Johannes Kepler anspielt. Kupelwieser, der in Graz und Wien lebt, gilt als einer der wichtigsten österreichischen Bildhauer, der mit Material und Verfremdung arbeitet. Galeristin Gundi Lössl präsentiert übrigens dann ab 12. Juli ganz neue Werke des beliebten „Kunstseglers“ Christian Ludwig Attersee. 
www.galerie422.at

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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