13.06.2019 06:00 |

Harter Sparkus

Budgetnot beim Heer: Neue Pionierkompanie auf Eis

Die Finanzlage beim Bundesheer ist sehr angespannt, der neue Verteidigungsminister Thomas Starlinger lässt mehr als 80 Projekte und Vorhaben überprüfen. Kaum eine Chance auf Realisierung haben derzeit die geplanten Pionier- und Sicherheitskompanien. In der Steiermark hätte sie etwa 120 Soldaten umfassen sollen.

Es war ein Prestigeprojekt von Ex-Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ): In jedem Bundesland sollte eine neue Pionier- und Sicherheitskompanie bei Katastrophen helfen, aber auch die Polizei im Bedarfsfall unterstützen.

Schon im Vorjahr wurden Fragen nach der Finanzierung laut. Nun soll das Projekt aus Kostengründen aufgeschoben werden. Im Verteidigungsministerium wollte man das am Mittwoch noch nicht bestätigen: Es werde weiter geprüft, hieß es auf Anfrage.

Mehr Grundwehrdiener geplant
Der Plan für die Steiermark sah vor, dass die derzeitigen zwei Pionierzüge - angesiedelt beim Militärkommando in Graz - um einen weiteren Zug und um ein eigenes Kommando ergänzt werden. Auch Grundwehrdiener sollten wieder vermehrt im Pionierbereich zum Einsatz kommen.

„Fatal für die Steiermark“
Die Rücknahme der Maßnahme wäre für die Steiermark „fatal“, meint FPÖ-Landtagsabgeordneter Marco Triller, selbst ein Soldat. Er spricht von einer „absoluten Fehlentscheidung“.

Aufregung um Airpower
Erst in der Vorwoche gab der Minister grünes Licht für die Flugshow Airpower im September in Zeltweg. Dass aber gerade am Airpower-Freitag viele Soldaten ihren „persönlichen Feiertag“ nehmen (und so Zuschläge erhalten könnten), sorgt für Unmut.

Jakob Traby
Jakob Traby
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