12.06.2019 13:40 |

Auf der Autobahn

Nur jeder zehnte Steirer hält genügend Abstand

Die meisten Steirer pfeifen auf die „Zwei-Sekunden-Regel“ auf der Autobahn - und halten zu wenig Abstand zum Fahrzeug vor ihnen. Laut einer Umfrage im Auftrag der Asfinag wendet nur jeder zehnte Befragte die Regel (mindestens zwei Sekunden Abstand) korrekt an. Mehr als zwei Drittel verlassen sich beim Abstand lediglich auf ihr Gefühl. 

„Zu wenig Sicherheitsabstand“ ist nach Ablenkung die zweithäufigste Unfallursache auf Autobahnen und Schnellstraßen. Fünf Menschen kam im Vorjahr dadurch ums Leben. Die Autobahngesellschaft Asfinag startete daher eine Schwerpunkt-Kampagne zum Thema „Abstand halten“ - und hat das Ifes-Institut mit einer Umfrage beauftragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Vorarlberg ist negativer Spitzenreiter
So kennt nur die Hälfte der befragten Steirerinnen und Steirer die „Zwei-Sekunden-Regel“, nur zehn Prozent wenden sie korrekt an. Zum Vergleich: In Kärnten sind es immerhin zwölf Prozent, in Wien und Niederösterreich 14 Prozent. Negativer Spitzenreiter ist Vorarlberg mit nur sechs Prozent.

Exakt 69 Prozent der steirischen Befragten verlassen sich beim Abstand auf das vordere Fahrzeug nur auf das Gefühl. „Schlechter“ ist wiederum nur Vorarlberg mit 70 Prozent. In Kärnten verlassen sich 60 Prozent auf ihr Gefühl, in Wien und Niederösterreich sind es 65 Prozent.

Gefühl ist trügerisch
Das Gefühl ist aber trügerisch: Vier von fünf befragten Steirerinnen und Steirern sind der Meiung, ohnehin den richtigen Abstand zu halten. Dem ist aber nicht so: Etwa die Hälfte gab an, bei 130 km/h ungefähr vier Autolängen Abstand zu halten, also weniger als 20 Meter. Der richtige Sicherheitsabstand bei dieser Geschwindigkeit wäre aber 70 Meter. (Bei 100 km/h sind es übrigens 50 Meter.)

Interessant sind laut Asfinag auch die Unterschiede bei zugegebenem Fehlverhalten. 35 Prozent der Steirer gaben zu, in jüngster Zeit anderen zu dicht aufgefahren zu sein, bei den Kärtnern waren es 24 Prozent, in Wien und Niederösterreich je 32 Prozent. Am häufigsten gaben es die Salzburger zu (40 Prozent).

Neuer Messpunkt in der Oststeiermark
Passend zur Kampagne hat die Asfinag österreichweit acht neue Standorte zur Überprüfung des Sicherheitsabstand geschaffen, einer davon ist in der Steiermark: auf der Südautobahn (A2) bei Ilz-Fürstenfeld. Die Länge einer orangen Markierung am Boden entspricht dem Weg, der bei der vor Ort erlaubten Höchstgeschwindigkeit in zwei Sekunden zurückgelegt wird.

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