07.06.2019 12:23 |

Keine Anklage

Todesdrama vor Spital: Ermittlungen eingestellt

Nach dem Tod eines 63-jährigen Mannes, der am 2. November 2018 in der Nähe des Spitals Göttlicher Heiland in Wien-Hernals mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen war, ohne dass der Portier ihm unmittelbar geholfen hätte, hat die Staatsanwaltschaft Wien ihre Ermittlungen eingestellt.

Gegen den Portier war wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt worden. Eine Passantin hatte den Mann auf den medizinischen Notfall aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten. Dieser verwies sie an den Notruf 144. Der Patient wurde schließlich doch von Medizinern des Spitals versorgt - allerdings erst einige Minuten später. Die ärztliche Hilfe kam zu spät.

„Minimale Verzögerung“
„Es konnte nicht festgestellt werden, dass die eingetretene Verzögerung kausal für den Todeseintritt war“, erläuterte Nina Bussek von der Staatsanwaltschaft. Auf Wunsch des beigezogenen Gerichtsmediziners, der zunächst zu diesem Ergebnis gekommen war, war von der Staatsanwaltschaft auch noch ein intensivmedizinisches Gutachten eingeholt worden. Dieses habe ebenfalls ergeben, dass das Verhalten des Portiers nur eine „minimale Verzögerung“ bewirkt hatte, die nicht ausschlaggebend für den Todeseintritt war, sagte Bussek sinngemäß.

Neue Richtlinie
„Wir haben den Vorfall intensiv aufgearbeitet. Untersuchungen haben ergeben, dass Richtlinien, wie in derartigen Vorfällen vorzugehen ist, in Wien weitgehend fehlten. Um für die Zukunft vollkommene Klarheit für Notfälle außerhalb des Krankenhauses zu schaffen, wurde mit der MA 40 die Ausarbeitung einer eigenen Richtlinie für ähnlich gelagerte Notfälle in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses vereinbart und bereits im Dezember 2018 in unserem Haus umgesetzt“, so das Krankenhaus am Freitag in einer Aussendung.

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