Mi, 20. März 2019
15.02.2019 06:00

Abfindungsbetrag

Todesdrama vor Wiener Spital: Einigung mit Familie

Strafrechtlich ist dieser Kampf noch nicht vom Tisch - zivilrechtlich jedoch schon: Nach dem tödlichen Herzdrama des Trafikanten Wolfgang K. (63) vor dem renommierten Wiener Privatspital Göttlicher Heiland lenken die Verantwortlichen jetzt ein. Um einen Prozess zu verhindern, wird eine ansehnliche Summe als Abfindungsbetrag an die Hinterbliebenen bezahlt.

„Ich sank auf die Knie und schrie“, sagte Witwe Elisabeth (54) kurz nach dem aufsehenerregenden Fall im November 2018 im „Krone“-Gespräch. Wie berichtet, kam sie ins Elite-Krankenhaus, um die demenzkranke Schwiegermama zu besuchen - und musste ihren eigenen Mann sterben sehen.

Rückblick: Wolfgang K. lag regungslos in seinem Auto vor dem „Göttlichen Heiland“, eine Passantin schlug beim Portier Alarm. Minuten waren vergangen, bis sich ein Arzt zuständig gefühlt haben soll. Weil das Krankenhaus eben kein Notfallkrankenhaus sei, gebe es gewisse Vorschriften.

Und die lauteten: Die Rettung alarmieren, irgendwann - nach wertvollen fünf bis sieben Minuten (sagen Gutachter) - stellten sich auch Spitalsärzte in den Dienst. Zu spät!

Strafrechtliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung sind weiterhin im Laufen, zivile Forderungen werden jedoch vom Spital in Form eines Abfindungsbetrages abgegolten. Ohne Anerkenntnis eines Verschuldens!

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Wien
Aktuelle Schlagzeilen
„Verhetzende Aussagen“
Islamische Glaubensgemeinschaft zeigt Strache an
Österreich
„Einfach an der Zeit“
Otto Flum: Aus als ÖRV-Boss nach über 23 Jahren
Sport-Mix
Offene Worte
ÖFB-Star Alaba mit Kritik am Bayern-Nachwuchs
Fußball International
„Unter Beobachtung“
30 weitere IS-Terroristen aus Österreich in Syrien
Österreich
Islamisten, Neonazis
Katia Wagner: Terror - was dürfen die Medien?
Österreich
„Bewusstseinstrübung“?
Mariazellerbahn entgleist: Zugführer vor Gericht
Niederösterreich
Real-Star sauer
„Hässlich!“ Navas schießt gegen Ex-Trainer Solari
Fußball International

Newsletter