06.06.2019 07:00 |

Schon 15 Projekte

Salzburg wird immer mehr zum „Shared Space“

Der Planungsausschuss des Gemeinderats soll heute die Gestaltung des Bereichs vor dem neuen Hallenbad im Andräviertel beschließen: In der Auerspergstraße ist eine verkehrsberuhigte Zone geplant, in der alle Verkehrsteilnehmer dieselben Rechte haben („Shared Space“). Das Modell setzt sich immer mehr durch.

„Es ist ein sehr gutes Konzept. Ich hoffe, dass es dafür eine breite Mehrheit gibt“, sagt Baustadträtin Martina Berthold (Grüne). Die Pläne sehen vor, dass zumindest der Bereich vor dem neuen Paracelsusbad zur Begegnungszone wird, in der es einen Taxistand, zwei Behindertenparkplätze, eine Ladezone und vier Bäume geben soll. Aufgetragen wird ein teilweise eingefärbter Splittmastixasphalt, der einen hohen Anteil an Gesteinskörnung enthält. Kosten für die 1160 Quadratmeter: 354.000 Euro.

Die größere Variante, die als Option auf dem Tisch liegt, sieht die Umgestaltung der gesamten unteren Auers-pergstraße bis zur Kreuzung mit der Rainerstraße vor, die mit weiteren 520.000 Euro zu Buche schlagen würde. Berthold hofft, dass sich die Gemeinderäte für die größere Lösung entscheiden.

Stimmen die Parteien zu, wird es nach der Griesgasse (Altstadt) und der Lastenstraße im Bahnhofsbereich (Schallmoos) die dritte Begegnungszone in der Stadt. Die Durchfahrt vom Neutor bis zum Franz-Josef-Kai soll als vierte realisiert werden. Allerdings befindet sich das Projekt noch in Planung.

Landesweit setzen bereits elf Städte und Gemeinden auf Begegnungszonen: Den Anfang machte Bischofshofen 2015 als eine der ersten Städte in Österreich überhaupt. Der dortige „Shares Space“ ist 500 Meter lang. Die verhältnismäßig größte Begegnungszone gibt es seit knapp einem Jahr im Zentrum von Radstadt.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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