05.06.2019 06:00 |

Sicherheitsproblem

Anrainer-Zorn wegen Jugendzentrum Space

Ein „massives Sicherheitsproblem“ orten einige besorgte Anrainer beim Jugendzentrum Space in der Innsbrucker Reichenau: Man werde „tagtäglich angepöbelt und bedroht“ und sowohl Handel als auch Konsum von Drogen stehe im ursprünglichen Erholungspark beim Gutshofweg auf der Tagesordnung.

Es war die bereits dritte Versammlung besorgter Bürger, die gestern Nachmittag an Ort und Stelle über die Bühne ging. Die beiden ersten im März und im Mai haben zwar zu einer gewissen Beruhigung der Situation beigetragen, wie Betroffene bestätigten, von einer für alle akzeptablen Lösung ist man aber noch ein stückweit entfernt.

„Lärmintensive Mopedrennen“
„Die gelinde gesagt verhaltensauffälligen Jugendlichen feiern bis spät in die Nacht Partys, bei denen es zu Alkohol- und Drogenexzessen kommt, und veranstalten lärmintensive Mopedrennen bis spät in die Nacht. Das alles mindert die Lebensqualität der Anrainer derart, dass einige der Anrainer sich bereits aus gesundheitlichen Gründen überlegen, ob sie nicht besser wegziehen sollten, um folglich die eigene Gesundheit, und besonders jene der eigenen Kinder, nicht weiter zu gefährden“, fasst GR Gerald Depaoli in gewohnt wortgewaltiger Manier zusammen.

Im Gemeinderat forderte er jüngst die Installierung einer Videoüberwachung beim Jugendzentrum - und erlitt prompt eine krachende Niederlage: Sein Antrag wurde von den Grünen, FI, ÖVP, SPÖ, NEOS, TSB und Liste Ali abgelehnt. „Dabei hätte Vize-BM Franz X. Gruber bereits nach der zweiten Versammlung im Mai erkennen müssen, dass sich die Sicherheitslage rund um das Space trotz verstärkter Überwachung durch die MÜG bzw. Polizei nicht wesentlich verbessert hat“, schüttelt Depaoli den Kopf.

„Bei allem Verständnis: Hier war das Maß voll!“
„Wir werden alles versuchen und das abstellen, was abzustellen ist“, versprach Gruber und schloss eine Videoüberwachung als letzte Maßnahme nicht aus.

Die etwa 20 bis 30 erschienenen Nachbarn bemühten sich ebenso wie die Vertreter der Polizei und der MÜG um eine sachliche Diskussion. Sie bestätigten die Vielzahl der aufgetauchten Probleme. Man einigte sich auf eine weitere Runde im Herbst

Philipp Neuner
Philipp Neuner

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