Volksbefragung:

Plan für Kartbahn fiel durch

Gleich neben der Südautobahn sollten in Leobersdorf, Bezirk Baden, künftig Gokarts ihre Runden ziehen. Das Vorhaben hat mit der Bürgerliste, die in dem Ort mit absoluter Mehrheit regiert, jedenfalls starke Befürworter - die „Krone“ berichtete. Allerdings: Bei einer Volksbefragung fiel das Projekt jetzt durch. Wie geht’s weiter?

Von Anfang an waren die Pläne zur Errichtung einer Kartbahn an der A 2 in Leobersdorf umstritten. Die Opposition machte vereint dagegen mobil. Die größten Befürchtungen von VP, SP und Freiheitlichen: zusätzlicher Lärm sowie die Verbauung von Freiflächen. Doch Ortschef Andreas Ramharter und dessen Bürgerliste fällten mit ihrer Mehrheit einen Grundsatzbeschluss im Gemeinderat: Man befürworte den Bau der Kartbahn, vorausgesetzt das Land gibt grünes Licht für die Umwidmung. Die oppositionellen Parteiobleute Johann Zöhling (VP), Dietmar Plank (FP) und Gerhard Tschakert von den Sozialdemokraten erreichten immerhin die Abhaltung einer Bürgerbefragung. Und diese brachte jetzt ein klares Ergebnis: „66,5 Prozent lehnen die Kartbahn ab“, fasst Zöhling kurz und bündig zusammen. Plank betont: „Das Volk hat immer recht, die Entscheidung ist zu akzeptieren.“

Dass Bürgermeister Ramharter noch immer an den Plänen festhalte, sei unverständlich, kritisiert Tschakert. Für den Ortschef ist das Projekt tatsächlich nicht vom Tisch: „Es gibt ja schließlich einen Grundsatzbeschluss.“ Er will jedenfalls das Gutachten des Landes abwarten. „Sobald dieses einlangt, wird erneut im Gemeinderat über die Kartbahn beraten“, so Ramharter. Einerseits sei das Bürgervotum nicht außer Acht zu lassen, andererseits könnten Schadenersatz-Forderungen gestellt werden.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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