Do, 20. Juni 2019
23.05.2019 05:57

Der Schock sitzt tief

Nach Lauda-Tod: Hamilton sagt Pressekonferenz ab

Der Schock in der Formel 1 sitzt tief. Mit berührenden Worten der Piloten ist der Grand Prix von Monaco eingeläutet worden. Bei der obligaten Fahrer-Pressekonferenz sprach man viel über den Verlust von Österreichs Formel-1-Champ Niki Lauda. Doch der derzeit beste Pilot fehlte: Lewis Hamilton wurde zunächst ohne Angaben von Gründen vom Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas ersetzt.

„Es ist schockierend, eine Woche so zu beginnen“, sagte der Finne. Man werde Lauda mit einer starken Leistung Respekt zollen, betonte der Skandinavier, der auch nicht näher auf das Fehlen von Hamilton einging. „Ich habe ihn vorhin gesehen, es ist alles okay und normal“, sagte Bottas. „Es gab halt die Anfrage, ihn hier zu vertreten.“

Rührende Worte
Hamilton und Lauda waren einander in den jüngsten uns sehr erfolgreichen Mercedes-Jahren sehr nahe gekommen. Der Engländer hatte mit dem dann schon erkrankten Lauda lange Zeit auch Telefonkontakt gehabt. Nach dem Tod seines Mentors hatte Hamilton am Dienstag lange gebraucht, um auf sozialen Kanälen zu reagieren. „Ohne ihn wäre ich nicht bei Mercedes. Ich werde unsere Gespräche vermissen, unser Lachen, die großen Umarmungen, wenn wir gemeinsam Rennen gewonnen haben“, hatte der fünffache Weltmeister geschrieben. Bottas betonte: „Er fehlt mir auch.“

„Bestes Team aller Zeiten“?
Lauda hatte zusammen mit dem ebenfalls aus Wien stammenden Teamchef Toto Wolff Mercedes zu dem gemacht, was man vor dem ersten Saisonhöhepunkt in Monaco ist. Seit 2014 sind nur Mercedes-Piloten Weltmeister geworden, die aktuelle Saison hat mit fünf Doppelsiegen für die überlegenen „Silberpfeile“ begonnen. Man sprach zuletzt sogar vom „besten Team aller Zeiten“. Hamilton ist fünffacher Weltmeister und 76-facher GP-Sieger, nur noch zwei Titel trennen ihn vom Allzeit-Rekord Michael Schumachers.

Enges Rennen
In der Fahrer-WM liegt der dreifache Saisonsieger Hamilton sieben Punkte vor seinem Teamkollegen Bottas, der die restlichen zwei Rennen gewonnen hat, in Front. Max Verstappen (Red Bull) hat als erster Verfolger schon 46 Punkte Rückstand auf Hamilton. Im Vorjahr siegte Daniel Ricciardo im Fürstentum. Damals fuhr der Renault-Pilot aber noch für Red Bull. 2019 ist Charles Leclerc der emotionale Favorit. Der hoch talentierte Ferrari-Teamkollege von Sebastian Vettel ist nämlich gebürtiger Monegasse.

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