18.05.2019 14:54 |

„Krone“-Kommentar

Zack, zack, zack: Drei rein - drei raus

Die Geisteshaltung gegenüber der Pressefreiheit, die in dem Strache-Video von Ibiza zutage kommt, sagt alles. „Journalisten sind ja sowieso die größten Huren auf dem Planeten“, drückt der ehemalige Vizekanzler verächtlich seine Meinung über vermeintliche Käuflichkeit der Medien aus.

Und woher das Geld kommt, sei es auch von noch so übel beleumundeten Investoren, ist Nebensache. Gleich so, als sei die Freiheit der Medien eine seltene Spezies, die mit dem Großkapital leicht zu erlegen wäre. Eine Trophäe, die am Gängelband der Investoren nach seinen Interessen tänzeln soll. „Drei, vier Leute rein, drei, vier raus, zack“, so stellt er sich das vor.

Die Kronen Zeitung, mit dem größten Vertrauen ihrer Leser ausgestattet, welches sie sich mit Mut, Haltung und Unabhängigkeit über viele Jahrzehnte erarbeitet hat, ist im Video ein logisches Ziel. Das russische Geld, mit dem sie hier gekauft werden sollte, ist Theater - aber nicht fern von der Realität.

Erst vor Kurzem ist ein österreichischer Verleger mit Plänen herumgelaufen, den ORF und die „Krone“ zu kaufen, und hat bei einem heimischen Statthalter russischen Geldes um Kredite gebeten. Die Politik habe er ohnehin auf seiner Seite, wurde großmaulig behauptet. Ist der Plan umgesetzt worden?

Egal ist es nicht, wem Medien gehören. Die Unabhängigkeit und Freiheit der Medien muss gelebt werden können, geschützt von und vor der Politik. Sogar dann, wenn für die Aufrechterhaltung einer Institution, wie dem ORF, Gebühren notwendig sind.

Aurelius

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