17.05.2019 11:47 |

Wohnhaus evakuiert

Erneut Großbrand in Simmering: Fünf Verletzte!

Albtraumnacht für 100 Menschen in der Lorystraße in Wien-Simmering: Aus noch unbekannter Ursache brannte der Keller eines Wohnhauses lichterloh. Es kam sogar zu mehreren Explosionen. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude um 1.20 Uhr, die Menschen harrten in zur Verfügung gestellten Straßenbahngarnituren bis 4 Uhr Früh aus. Dann die Erlösung: „Brand aus!“

Nach dem verheerenden Großbrand am Enkplatz, der 370 Menschen obdachlos machte, brannte es in der Nacht auf Freitag schon wieder in Wien-Simmering! Um 1.20 Uhr ging der Alarm ein, dass in einem achtstöckigen Wohnhaus in der Lorystraße Flammen aus dem Keller schossen. 

Bewohner über Leiter geborgen
Die Feuerwehr rückte mit 98 Kräften und 22 Fahrzeugen an. Bei ihrem Eintreffen war das hauptbetroffene Stiegenhaus bereits stark verraucht, weshalb eine Flucht über das Stiegenhaus für die Bewohner nicht mehr möglich war, schilderte Feuerwehrsprecher Lukas Schauer. Aus mehreren durch die Hitze geborstenen Kellerfenstern schlugen Flammen. Die Feuerwehr brachte die Hausbewohner mit Fluchtfiltermasken über das Stiegenhaus bzw. mit einer Drehleiter von außen in Sicherheit.

Mehrere Explosionen
Während der Löscharbeiten sei es im Keller zu mehreren Explosionen gekommen, sagte Schauer. Der Brand habe sich rasant auf den gesamten Keller der betroffenen Stiege ausgebreitet. Da sich der Rauch über Verbindungsgänge in die beiden benachbarten Stiegenhäuser verschleppte, wurden auch diese Gebäudeteile evakuiert. Der Keller wurde über zwei Löschleitungen unter Atemschutz mit Löschschaum geflutet. Mit mehreren Hochleistungslüftern wurde der Brandrauch aus den Kellern, den Stiegenhäusern und der Garage gedrückt.

Fünf Verletzte
100 Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen und ins Freie gebracht. Die Feuerwehrleute kämpften den Brand nieder. Dennoch wurden 70 Kellerabteile vollkommen zerstört. Die Brandursache wird vom Landeskriminalamt Wien untersucht.

Fünf Bewohner erlitten eine Rauchgasvergiftung und landeten im Spital. Die Wiener Linien stellten in der nahe gelegenen Remise zwei Straßenbahngarnituren zur Verfügung, in denen rund 40 Anrainer medizinisch betreut wurden und die Dauer des Einsatzes abwarten konnten.

Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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