Sa, 25. Mai 2019
14.05.2019 12:31

War besserer Flieger

Weiteren Urvogel neben dem Archaeopteryx entdeckt

Der Thron des Archaeopteryx wackelt: Forscher haben jetzt einen zweiten flugfähigen Urvogel aus der erdgeschichtlichen Periode des Jura entdeckt. Das Alcmonavis poeschli getaufte Tier lebte ebenfalls vor rund 150 Millionen Jahren im Bereich des heutigen Altmühltales nördlich von Ingolstadt in Deutschland, war aber nicht nur etwas größer, sondern wohl auch schon etwas weiterentwickelt.

„Muskelansatzstellen am Flügel deuten auf ein verbessertes Flugvermögen hin“, erläuterte der Paläontologe Oliver Rauhut von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Alcmonavis poeschli weise mehrere Merkmale auf, die Archaeopteryx im Gegensatz zu jüngeren Vögeln nicht habe. „Diese deuten auf eine bessere Anpassung an den aktiven Flatterflug hin.“

„Seine Anpassungen zeigen, dass die Evolution des Fluges relativ schnell vorangeschritten sein muss“, bilanzierte Christian Foth von der Universite de Fribourg. Er ist einer der Koautoren der Studie, die im Fachmagazin „eLife“ veröffentlicht wurde.

Übergang zwischen Reptilien und Vögeln
Bisher habe der 1861 entdeckte Archaeopteryx als einziger Vogel aus dem Jura gegolten, so die Forscher. Er belegt als Übergangsform zwischen Reptilien und Vögeln, dass die heutigen Vögel direkte Nachfahren von Raubdinosauriern sind. Alle bisher vom Archaeopteryx gefundenen Fossile stammen aus dem sogenannten Solnhofer Archipel in Bayern, einem Gebiet zwischen Pappenheim und Regensburg.

Dort wurde auch der Flügel des neuen Urvogels entdeckt - in der gleichen Plattenkalkablagerung wie ein weiteres Fossil eines Archaeopteryx. Das Fazit der Forscher: „Die beiden Urvögel haben also offenbar parallel in der damals subtropischen Lagunenlandschaft Süddeutschlands gelebt.“

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