10.05.2019 08:00 |

1800 Fälle im Vorjahr

Fahrraddiebe: Pro Tag fünf Anzeigen in Tirol!

In die Pedale, fertig, los! Zigtausende Tiroler schwingen sich in der warmen Jahreszeit aufs Fahrrad – sei es für einfache Erledigungen im Alltag oder zum Sport. Aber Vorsicht: Wer mit seinem Drahtesel unterwegs ist, sollte stets vor Dieben auf der Hut sein. Im Vorjahr wurden hierzulande knapp 1800 Radldiebstähle angezeigt.

Haben Sie Ihr verstaubtes Fahrrad auch schon aus dem Keller oder der Garage geholt und auf Vordermann gebracht? Nach dem strengen Winter sind die Drahtesel längst landauf, landab wieder im Dauereinsatz. Damit das auch bei Ihnen so bleibt, sollten Sie auf ihr zweirädriges Gefährt dementsprechend gut aufpassen. Denn so ein Radl ist schneller weg, als man glaubt.

Beweise gefällig? Erst vor kurzem musste in Baumkirchen ein Pendler den Heimweg zu Fuß antreten. Ein Dieb hatte sich nämlich sein Fahrrad geschnappt, das am Bahnhof abgestellt war. Der Schaden: mehrere Hundert Euro. Noch frecher gingen Unbekannte in Längenfeld vor – sie spazierten in eine Hotelgarage und stahlen zwei versperrte E-Bikes von einem Heck-Fahrradträger. Danach brachen sie auch noch das Auto auf und entwendeten daraus die dazugehörigen Akkus. Der Schaden in diesem Fall: 5000 €!

Im Vorjahr wurden 1800 Raddiebstähle angezeigt
Einzelfälle? Von wegen! In Tirol ist das leider Alltag, wie ein Blick auf die Kriminalstatistik zeigt. Allein im Vorjahr wurden hierzulande 1796 Fahrräder gestohlen – zumindest gingen so viele Diebstahlsanzeigen bei der Polizei ein. Das sind im Schnitt fünf pro Tag! Die Dunkelziffer ist aber wohl um ein Vielfaches höher!

Erfreulich: Die Zahl der angezeigten Delikte ging 2018 mit Minus drei Prozent zum dritten Mal in Folge zurück. Im Jahr 2015 etwa wurden noch 2253 Fälle verzeichnet (siehe Grafik).

Mehr als die Hälfte der Coups in Innsbruck
Wenig überraschend: Im Bezirks-Vergleich wechselten erneut in Innsbruck die meisten Fahrräder auf unerlaubte Art und Weise ihre Besitzer. Konkret verzeichnete die Polizei in der Landeshauptstadt insgesamt 1010 Radldiebstähle – um 35 weniger als noch im Jahr davor. Mit Blick auf den Gesamttiroler Wert (1796) entspricht dies einem Anteil von 56,2 Prozent.

Nur zehn von 100 Fällen wurden aufgeklärt
Wie enorm schwierig es ist, einem dreisten Fahrraddieb auf die Schliche zu kommen und ihn zur Verantwortung zu ziehen, zeigt die Aufklärungsquote. Diese lag im Vorjahr bei bescheidenen 9,5 Prozent. Heißt so viel wie: Von 100 gestohlenen Drahteseln tauchen in der Regel gerade einmal zehn wieder auf.

Immerhin: Die Tiroler Polizei konnte 2018 mehr Radldiebstähle klären als in den Jahren davor. 2017 lag die Quote nämlich noch bei 6,9 und 2016 überhaupt bei 5,8 Prozent. Es geht also in die richtige Richtung.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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