Nicht erreichbar:

„Schläger-Wirt“ redet nicht mit seinen Kollegen

„Wir haben ihn seit dem Vorfall nicht erreicht!“ Der Vorstand der Wirte-Kooperation „KultiWirte“ setzt sich am Mittwoch zusammen, um über die Zukunft des betrunkenen Prügel-Wirtes zu entscheiden. Wie berichtet, verletzte der 56-Jährige in seinem Wirtshaus in Bad Schallerbach vier Gäste wegen einer Beschwerde.

„Der ,KultiWirt‘ ist ein durch und durch gemütlicher Hort oberösterreichischer Gastfreundschaft, an dem auch die Wirtsleute diese Philosophie verinnerlicht haben und leben.“ So die Beschreibung der Wirte-Kooperation, bei der auch jener Gastronom aus Bad Schallerbach Mitglied ist, der am 1. Mai in betrunkenem Zustand vier seiner Gäste beschimpft und verletzt haben soll.

Vier Menschen verletzt
Grund: Ein Ungar (41) und dessen Freund (40) aus Deutschland beschwerten sich, dass sie nach einer Stunde ihre Bestellung noch nicht hatten. Darauf geriet der Wirt so in Rage, dass er ihnen das Essen samt Teller ins Gesicht schleuderte. Als die beiden die Polizei riefen, prügelte er auf sie ein, ging danach auch auf eine Familie aus Micheldorf los.

Vorstandssitzung einberufen
Die „KultiWirte“ sind geschockt, können sich die Reaktion des 56-Jährigen nicht erklären. „Wir haben für Mittwoch eine Vorstandssitzung einberufen, um den Fall aufzugreifen und gemeinsam Konsequenzen zu treffen. Leider haben wir den Wirt nicht erreicht, vor der Sitzung möchten wir unbedingtmit ihm sprechen“, so Monika Nowotny von der Wirtschaftskammer.

„Kann in einen Menschen nicht reinschauen“
Die Konsequenz wird wohl ein Rauswurf aus der Kooperation sein. „Der Vorfall wirft ein schlechtes Bild auf alle anderen 72 Mitglieder, man kann in einen Menschen nicht reinschauen“, so Nowotny.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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