01.05.2019 11:59 |

Wegen Wildfütterung

Bundesforste wollen kritischen Jäger loswerden

Die Servus-TV-Sendung war gar nicht nach dem Geschmack der Bundesforste (ÖBF), zumal sich darin ein Jagdaufsichtsorgan im Glemmtal, Johann-Alois Breitfuss, kritisch zum Thema Fütterungen äußerte.

Die Bundesforste setzen daraufhin einen einmaligen Schritt: Sie beantragten bei der BH Zell die Enthebung von Breitfuss als Jagdaufsichtsorgan. Der Betroffene zur „Krone“: „Ich muss ja im Revier kontrollieren und dokumentieren und da sind Filmaufnahmen ja ein geeignetes Mittel.“

Ein Vorwurf der ÖBF: Breitfuss habe schwer gegen die ordnungsgemäße Ausübung der öffentlichen Aufsicht verstoßen. Weil er ein TV-Team ins Revier gelassen habe. Ein erster Verhandlungstermin am 24. April wurde verschoben, für Breitfuss, der Hegemeister und ein Organ der Salzburger Jägerschaft ist, erscheint klar: „So ein Enthebungs-Verfahren könnte es nur geben, wenn ich rechtskräftig wegen eines Deliktes verurteilt wäre. Es gibt aber überhaupt kein Verfahren.“ Er vermutet: „Die Bundesforste wollen uns Aufsichtsorgane los werden, damit sie tun und lassen können, was sie wollen.“ Der Bezirksjagdreferent, der darüber entscheiden soll, war vorher bei den Bundesforsten.

Breitfuss, dessen Familie seit 1961 Pächter des Reviers im Voglalpsgraben war, wurde im September 2018 von den Bundesforsten auch aus seinem Pachtvertrag geworfen: „Wir haben den Wildbestand von 96 auf 53 reduziert und gefüttert.“

Die ÖBF entschieden: Die Rehfütterung ist nicht mehr zu beschicken. Breitfuss: „Das wäre aber bei den Schneefällen ab November notwendig gewesen.“

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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