29.04.2019 09:00 |

Anrainer in Innsbruck

„Die Lebensqualität hat sich spürbar verbessert“

Dass es sich lohnt, für seine Rechte zu kämpfen und dabei nicht aufzugeben, stellen die Anrainer des Innsbrucker Stadtteils Dreiheiligen unter Beweis. Wie berichtet, fühlten sie sich von einem Teil der Klientel einer Sozialeinrichtung belästigt. Doch die von der Stadt gesetzten Maßnahmen zeigen nun endlich Wirkung!

„Erstmals seit langer Zeit hat sich die Situation für uns merklich verbessert. Wir alle erleben vor Ort wieder eine Lebensqualität, wie wir sie in den vergangenen Jahren leider nicht mehr kannten. Dafür möchten wir uns bedanken.“ - Mit diesen Worten richteten sich die Anrainer in schriftlicher Form an einige Stadtpolitiker.

„Sie sind uns gegenüber aggressiv“
Doch was war das Problem? Ein Teil der Klientel - allen voran Landstreicher aus osteuropäischen Ländern sowie Schwarzafrikaner - hielten sich vor allem außerhalb der Öffnungszeiten von der Sozialeinrichtung auf der Straße auf. „Sie sind laut, prügeln aufeinander ein, urinieren überall hin, übergeben sich in unseren Gärten und sind uns gegenüber aggressiv“, schilderten die Anrainer damals.

„Sonnenplatzl“ wird nun konsequent abgesperrt
Die Schlussfolgerung daraus war, dass die Bewohner nicht mehr zur Ruhe kamen und sich in ihrem eigenen Wohnviertel nicht mehr wohl fühlten. „Aus unserem Stadtteil will man bewusst ein Sozial-Ghetto machen“, waren sie überzeugt. Doch anstatt diesen Missstand zu akzeptieren, haben sie beschlossen, für ihre Rechte zu kämpfen. Sie haben nicht nur die „Krone“ um Hilfe gebeten, sondern sich auch an die Politik gewandt - ein mutiger Schritt, der nun belohnt wurde.

„Ruhe am Nachmittag, am Abend und am Sonntag“
Zunächst wurde das „Sonnenplatzl“, an dem sich die Klientel überwiegend aufgehalten hat, rundherum eingezäunt. „Mittlerweile wird das Platzl zeitgleich mit der Einrichtung zugesperrt. Dadurch herrscht angenehme Ruhe am Nachmittag, am Abend und am Sonntag. Außerdem wurden zahlreiche Parkbänke im Bereich Kapuzinergasse, Bienerstraße und Kärntnerstraße entfernt“, sagen die Anrainer.

„SPÖ und die Grünen waren nicht existent“
Diese Maßnahmen zeigen Wirkung. „Die Lebensbedingungen haben sich stark verbessert. Das haben wir in erster Linie den Freiheitlichen, Für Innsbruck und der ÖVP zu verdanken. Die Sozialdemokraten waren hingegen nie existent und die Grünen rund um Bürgermeister Georg Willi setzen sich prinzipiell nicht für die Bürger ein“, so die Anrainer.

Sie hoffen nun, dass die Situation so bleibt. Denn in den Sommermonaten hatten sie bisher die ärgsten Probleme mit dem Klientel. Heißt: Der Druck seitens der Politik sowie der Exekutive darf auf keinen Fall nachlassen, damit dieser erfreuliche Zustand beibehalten werden kann!

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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