21.04.2019 15:59 |

Korruptionsverdacht

Millionen Bargeld bei Sudans Ex-Präsident gefunden

Im Haus des abgesetzten Langzeitpräsidenten des Sudan, Omar al-Bashir, haben Ermittler mehr als sieben Millionen Euro Bargeld gefunden. Es sei ein Verfahren wegen Verdachts auf Korruption und Geldwäsche eröffnet worden, erklärte ein ranghoher Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Khartum.

Nun würden weitere Durchsuchungen bei anderen Mitgliedern von Al Bashirs früherem Führungszirkel durchgeführt, sagte der Informant, der nicht namentlich genannt werden wollte. Ermittler fanden demnach bei der Durchsuchung von Bashirs Residenz rund 6,7 Millionen Euro, 350.000 US-Dollar (umgerechnet rund 310.000 Euro) und etwa fünf Millionen sudanesische Pfund (etwa 90.000 Euro).

Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche
Der Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft erklärte am Samstagabend, die Ermittlungen seien Teil der Bemühungen der Militärführung, Bashirs korruptes System trockenzulegen. Schon zuvor hatte es aus dem Justizministerium geheißen, die Staatsanwaltschaft ermittle gegen Bashir wegen des Verdachts von Geldwäsche und des Besitzes großer Geldbeträge ohne rechtliche Grundlage. In den vergangenen Tagen wurden bereits mehrere prominente Politiker der Regierungspartei NCP verhaftet.

Al Bashir wurde durch Militärputsch entmachtet
Nach monatelangen Massenprotesten hatte das Militär den seit rund drei Jahrzehnten regierenden Al Bashir am 11. April abgesetzt und festgenommen. Nach Angaben seiner Familie sitzt er inzwischen in einem Gefängnis in Khartum.

Nun soll zunächst ein Militärrat das zentralafrikanische Land mit 40 Millionen Einwohnern regieren. Dagegen regt sich aber Protest. Viele Sudanesen fordern eine rasche Übergabe der Macht an eine Zivilregierung. Die Generäle bemühen sich seither darum, gemeinsam mit Parteien und Zivilgesellschaft eine Übergangsregierung zu bilden.

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