Die sehnsüchtig erwartete Rückkehr von Schwedens Goalgetter Henrik Larsson hielt alles, was man sich davon versprach - Doppelpack zum 2:0 und 3:0 und damit die Vorentscheidung gegen Bulgarien erzwungen. Die waren bis zum zweiten Treffer der Schweden nämlich die (optisch) überlegene Mannschaft.
Die Schweden hatten wie aus der Pistole geschossenbegonnen. Mit Haut und Haar schien man die Bulgaren fressen zuwollen, zu zählbaren Ergebnissen kam man aber zunächstnicht. Ganz im Gegenteil, in der 16. Minute waren es die Bulgaren,die für die erste ganz große Chance sorgten: Solo vonPetrov auf der linken Seite, scharfe Flanke zur Mitte, Jankovicübernimmt volley, verzieht aber knapp - ein Bild, das symptomatischfür die restliche Partie sein sollte, denn die Bulgaren vergabenmehr als eine Handvoll riesiger Chancen.
In der 21. Minute der erste Warnschuss der Schweden:Larsson rutscht in einen Stanglpass von rechts, der Ball gehtaber knapp am kurzen Eck vorbei. In der 27. Minute dann ein Berbatov-Köpflervom Elfer, aber Schweden-Goalie Isaksson kann den Ball geradenoch über die Latte drehen. In der 32. Minute dann das 1:0für die Schweden: Ibrahimovic überlistet die Abseitsfalle,legt selbstlos auf Ljungberg ab und der muss vom Fünfer nurmehr den Ball über die Linie drücken.
Bis zur Pause bleiben die Bulgaren dann aber amDrücker, die Schweden retten sich aber in die Pause.
Zweite Hälfte: Schützenfest fürdie Schweden Schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff die nächsteAusgleichschance für die Bulgaren, aber Jankovic köpfeltvom Fünfer knapp am langen Eck vorbei. Praktisch im Gegenzugscheitert Ljungberg nach herrlicher Fersler-Vorlage von Ibrahimovican Bulgarien-Goalie Zdrawkow.
In der 56.Minute bekommen die Bulgaren am linkenStrafraumeck der Schweden einen Freistoß zugesprochen. DerFreistoß wird schnell abgespielt, aber Petrov verzieht amlangen Eck vorbei.
Dann die "tödlichen" zwei Minuten fürBulgarien: In der 57. Minute verwertet Larsson eine scharfe Flankevon Edman per Hechtkopfball. Eine Minute später drücktLarsson einen Stanglpass von Svensson zum 3:0 über die Linie- die Vorentscheidung.
Damit war die Gegenwehr der Bulgaren endgültigdahin, die Fehler im Spiel häuften sich und das höllischeTempo, das man in den ersten gut 60 Minuten gegangen war forderteseinen Tribut. In der 77. Minute wird Ljungberg an der Strafraumgrenzegelegt, den dafür verhängten Elfer verwandelt der stetsgefährliche (bis zu diesem Zeitpunkt im Abschluss aber unglückliche)Ibrahimovic ganz trocken zum 4:0. Als Draufgabe erzielt der kurzvor Spielende eingewechselte Allbäck in der Nachspielzeitnoch das 5:0.
Am Ende ein (zu) klarer Erfolg der Schweden, dieaber einfach geradliniger und mehr auf den Endzweck bedachterspielten als die Bulgaren, die in Schönheit starben...
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