Sa, 20. April 2019
14.04.2019 07:34

Nidec-Verkauf fix

Drei Interessenten rittern um Fürstenfelder Werk

Nach der AK-Wahl ist vor der EU-Wahl. Ob das die verunsicherten Mitarbeiter des Fürstenfelder Nidec-Werkes beruhigt? Fix jedenfalls ist - wir berichteten -, dass der Standort verkauft werden muss. Die EU hat so entschieden, weil durch einen Zukauf (Embraco) die japanischen Eigentümer zu große Marktmacht erreichen würden. Drei Interessenten rittern um den Standort Fürstenfeld. Und die Politik ist vorsichtig optimistisch.

Über Monate hat es um das erfolgreiche Kompressorenwerk in der Oststeiermark Tauziehen gegeben, jetzt hat die Kommission entschieden. Das Werk (400 Mitarbeiter) muss verkauft werden, allerdings mit Auflagen. Der künftige Eigentümer hat – leider nicht näher definiert – „erhebliches Kapital“ für Zukunftsinvestitionen bereit zu stellen, um den Standort langfristig abzusichern.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl signalisieren „vorsichtigen Optimismus“, fordern aber auch, dass der neue Eigentümer die starke Forschungs-Ausrichtung beibehält.

Drei Interessenten
Wer sind nun die Interessenten? Einer ist der größte chinesischer Konzern der Branche, der auch die Nummer 1 am europäischen Markt für Kühlschrank-Kompressoren ist. Nummer 2 kommt aus den USA, heißt Tecumseh und baut erfolgreich Rasenmähermotoren und Kompressoren. Und die Nummer 3 soll die „Bavaria Industries Group“ sein, eine deutsche Beteiligungsgesellschaft. Deren Geschäftsmodell: Erwerb, Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen.

Bürgermeister: „Politischer Druck hat gewirkt“
Und wie sieht Bürgermeister Franz Jost die Angelegenheit? „Mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Zum einen ist es pervers, dass eine Firma, die viele Millionen investieren will, das Werk verkaufen muss. Zum anderen ist der Standort Fürstenfeld gesichert. Wir sind froh, dass diese Auflagen auf politischen Druck auf vielen Ebenen, von Othmar Karas abwärts, hineinreklamiert wurden. Wir sprechen hier immerhin von 50 Millionen Euro.“

Es gibt also Hoffnung. Jost sagt aber auch: „Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich als Bürgermeister keine Sorgen hätte.“

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger
Jakob Traby
Jakob Traby

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