Millionen-Schaden

Wilde Gerüchte nach Brand in Wirtshaus

1,2 Millionen Euro Schaden und die wildesten Gerüchte gibt’s nach der Brandstiftung im Lokal „bertlwieser’s“ in Rohrbach. Nachdem es am Faschingsdienstag beim Zeltfest einen Disput gegeben hatte, weil eine Gruppe Asylwerber - wie auch 80 Einheimische - abgewiesen wurden, wird von einem „Racheakt“ gemunkelt. Der Wiederaufbau wird jetzt zumindest sieben Monate dauern

„Da wird jetzt viel geredet, in der Nachbarschaft hat man Angst. Aber der Vorfall ist schon abgehakt, das haben wir besprochen, da hat nur wer überreagiert“, sagt Michael Bertlwieser, der in den Trümmern seines Lokals steht. Nachdem im Vorjahr eine Gruppe Pakistani Probleme machte, wurde heuer eine Security-Firma engagiert. Als wieder eine Gruppe Asylwerber kam und die österreichische Begleiterin sagte: „Ich passe auf, dass nicht wieder was passiert“, war das für den Türsteher genug, um die Gruppe abzuweisen. Daraufhin gab’s im Internet massive Angriffe. „Dass ich drei Asylwerber als Lehrlinge hatte, sieben Jahre im Sozialwesen mit Asylwerbern gearbeitet habe und auch 80…Österreicher abgewiesen wurden, das interessierte da niemanden“, so Bertlwieser.

Brandermittler untersuchen Ruine
Die Brandermittler gehen in der Ruine ein und aus: „Ein Kabelbrand ist nicht ausgeschlossen, aber es sieht nach einem Einbruch mit Brandstiftung aus“, sagt der Wirt, der dieses Jahr „abschreibt“ – der Schaden wird auf 1,2 Millionen € geschätzt, der Wiederaufbau wird zumindest sieben Monate dauern. „Wir haben 17…Mitarbeiter, die wir halten möchten. Wir können aber nicht alle für die Dauer des Verdienstentgangs bezahlen. Mit dem AMS trete ich in Kontakt, werde eine Wiederanstellungsgarantie geben“, so Bertlwieser, der mit Christa Hauer 2012 das Lokal eröffnet hatte.

Einige Kellnerbrieftaschen geleert
Der Einbrecher hatte einige Kellnerbrieftaschen geleert, dann offenbar Feuer gelegt: „Die Hitze war so groß, dass wir fürchten, dass die Tragfähigkeit der Stahlträger der abgehängten Ziegeldecke beeinträchtigt wurde.“

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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