Gartenplanung

Tipps für einen schönen Garten, der ganz zu dir passt

Wohnkrone News
12.03.2010 16:46
Was ist das eigentlich – ein schöner Garten? Klar, gibt es beeindruckende Beispiele von Garten-Kunstwerken, die so gut wie jeden in Entzücken versetzen. Doch praktische Vorbilder sind diese Schau-Gärten meist nicht. Schon aus finanziellen Gründen. Und daher lautet das Motto für den heimischen Garten-Alltag: Den eigenen Stil finden!

Die ersten Schneeglöckchen da im Beet, die waren ein Geschenk lieber Freunde. Und gleich daneben die Rosen stammen noch von der Oma, die Tulpen vom Nachwuchs - und das Kräuterbeet hat sich mangels kontinuierlicher Pflege auch nicht zu dem Renner für gesunde Küche entwickelt. Schade wäre es aber trotzdem, Basilikum und Co gleich wieder auszureißen…

Hand aufs Herz: In vielen Gärten findet sich ein kunterbunter Mix von Bepflanzungen in verschiedenster Form, der über viele Jahre lang im wahrsten Sinn des Wortes gewachsen ist. Und wem es gefällt, und wer auch nicht auf seine Erinnerungen verzichten möchte, sollte dazu stehen. Denn auch diese „Kunterbunt-Beete und -Gärten“ können ihren ganz eigenen Charme ausstrahlen.

Wer jedoch schon lange seinen Garten „entrümpeln“ und umplanen will, der hat jetzt in den letzten kalten Wochen genügend Zeit für Planungen und eventuell auch Gespräche mit Fachleuten.

Was macht einen perfekten Garten aus?
Haus, Wohnung und Garten – so unähnlich sind sich diese drei Kategorien nicht, wenn es um die „Einrichtung“, sprich Gestaltung, geht. Das heißt, oberstes Gebot ist das Wohlfühlen und die ehrliche Beantwortung, wie man seinen Garten am liebsten benützen will. Denn nur so ist die beste Ausnutzung der zur Verfügung stehenden kostbaren Grünfläche möglich.

Wer z. B. gerne Freunde zu gesellig-urigen Grillabenden einlädt – Motto: je mehr, desto gemütlicher – wird sich im japanisch angelegten Ziergarten nur schwer ausleben können, umgekehrt wird jemand, der klare, strenge Linien bevorzugt, sich im wildromantischen Naturgarten nicht unbedingt heimisch fühlen. Kurz: Der Garten muss zu dem Besitzer passen – und nicht umgekehrt. Dazu zählt auch, dass man sich ruhigen Gewissens über Gestaltungstipps von Nachbarn, Verwandten und Freunden hinwegsetzen darf. Auch, was in der Gartenhaus-Siedlung „so üblich“ ist, sollte in der Gartengestaltungspraxis eine eher untergeordnete Rolle spielen, solange sich die eigenen Bepflanzungswünsche im Rahmen der allgemein festgelegten Pflegekriterien bewegen.

Die häufigsten Fehler
Hat man also diese wichtigen Fragen - Wie will ich den Garten nutzen? Was gefällt MIR bzw. auch meiner Familie? Und, nicht zuletzt, wie viel Zeit bin ich bereit, in die Gartenarbeit zu investieren? – beantwortet, kann man schon an die konkrete Umsetzung gehen. In der Praxis gar nicht so leicht.

„Der größte Fehler ist meist die Unklarheit im Konzept. Stilrichtungen und dafür einsetzbare Stilmittel sind für einen Laien fast unüberschaubar“, weiß auch Landschaftsarchitekt Frank Timmermann vom Gartenexperten „Jakel“. Gar nicht so selten kommt es zusätzlich zu Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Familienmitgliedern aufgrund deren unterschiedlichen Bedürfnissen. „Auch den Faktor Komfort darf man bei der Planung nicht vergessen. Das betrifft den tatsächlich anfallenden Pflegeaufwand und eine eventuelle Unterstützung, z. B. durch Mähroboter und Bewässerungsanlagen“, so Timmermann.

Ein häufiger Fehler betrifft aber auch falsche Vorstellungen, was aufgrund der örtlichen Gegebenheiten tatsächlich durchführbar ist – und was nicht.

So kann z. B. in manchen Gärten die Qualität des Bodens variieren, dies ist bei der Bepflanzung unbedingt zu berücksichtigen.

Wer also an größere Umplanungen und Neugestaltungen denkt, ist jedenfalls gut beraten, vorab das Gespräch mit dem Fachmann zu suchen und gegebenenfalls auch die Neugestaltung selbst von einer solchen Firma durchführen zu lassen. „Gärten sollten meines Erachtens eine Mischung aus Wünschen und Bedürfnissen der Benützer und der Situation vor Ort sein. So werden dann diese Freiluft-Wohnzimmer auch wirklich sehr individuell und persönlich. Hier hilft kompetente Beratung immer. Und keine Sorge: Wenn man das möchte, bleibt in der anschließenden Betreuung und Pflege noch immer ausreichend zu tun“, so Timmermann.

Trend Naturgarten
Wer sich selbst, der Umwelt und auch der Pflanzen- und Tierwelt etwas Gutes tun will, entscheidet sich für die Anlegung eines Naturgarten. Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich dabei um einen vom Menschen nach dem Vorbild der Natur geschaffenen Raum.

Das klingt gut und wird auch immer beliebter. Doch gerade bei den Naturgärten gibt es eine ganze Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. Keinesfalls ist damit ein planloses „Wild-Drauflos-Wachsen“, und letztlich eine „Verwilderung“ des Gartens, frei nach dem Motto: „Die Natur richtet sich das schon selbst“, gemeint.

Wichtige Elemente eines Naturgartens sind z. B. Trockenbereiche (wie Kiesbeet oder Natursteintreppen), Sitzplätze und Wege als Ort für Fugenpflanzen (z. B. niedrigen Thymian), naturnahe Wildpflanzenbeete mit überwiegend heimischen Pflanzen, Wildgehölzecken mit z. B. Wildrosen und ihre Unterpflanzungen, Feuchtstandorte wie Bach, Sumpfbeet und Teich, Blumenwiesen und nicht zu vergessen Todholzhaufen als Behausung für z. B. Igel.

Der konsequente Verzicht auf mineralische Dünger und chemische Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel, etc. versteht sich bei einem Naturgarten von selbst. Bevor man sich daher für einen solchen Garten entscheidet, sollte man sich nicht nur bei Experten ausführlich informieren, sondern auch genau prüfen, ob man – trotz aller Verlockungen, wie eben ganzjähriges Naturerlebnis pur und hautnah – auch wirklich mit allen Konsequenzen im Gartenalltag damit leben will (z. B. Frösche in der Laichzeit beim Teich usw.).

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