Vor wenigen Wochen fand in Graz eine Hundeausstellung statt. Amtstierärzte nahmen dies zum Anlass, um Kontrollen durchzuführen. Nicht aus Boshaftigkeit oder um jemanden zu ärgern. Nein, es ist deren Pflicht, Tierhaltung - ob privater Natur oder eben auch bei öffentlichen Veranstaltungen - genau unter die Lupe zu nehmen. Acht Hunde wurden von den Beamen ausgeschlossen!
Grund dafür: Atmungsprobleme, Bewegungsstörungen und Augendefekte. Dies führte zu heftige Diskussionen - sowohl vor Ort aber auch in Netz regnete es eine geschmacklose Beleidigungsflut! Die Tierärzte wurden sogar mit der Gestapo verglichen! Unfassbar! Man sollte doch eigentlich davon ausgehen, dass Hundezüchter am Wohl der Hunde interessiert sind. Dass sie alles dafür tun, gesunde, lebensfrohe Tiere in die Welt zu setzen. Und dass sie alles dagegen tun, dass Tiere leiden. Wie kommt es dann, dass Beanstandungen derart harsch kritisiert werden? Vielleicht ist nicht jeder Hundezüchter auch ein Tierfreund? Vielleicht ist es bei einigen doch nur das Interessen am spröden Mammon, den der Welpenverkauf bringt?
Der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) hat einen umfassenden Kriterienkatalog, was die Zucht von Hunden anbelangt. Aber offenbar gibt es auch unter den Mitgliedern schwarze Schafe. Uns hat ein ehemalige Zuchtwart kontaktiert, der sich für strengere Kontrollen der Elterntiere stark gemacht hat - und scheiterte. Welche Maßnahmen er hätte setzen wollen, damit künftige gesündere Welpen geboren werden, darüber berichten wir in den nächsten Tagen. Fakt ist: Qualzucht oder das bewusste Verpaaren von kranken Tieren ist Tierquälerei!
Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung
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