20.03.2019 07:43 |

Nach nur drei Monaten

Bundesdenkmalamt: Neue Präsidentin tritt wieder ab

Nach nicht einmal drei Monaten ist Schluss: Erika Pieler, die am 1. Jänner ihr Amt als Präsidentin des Bundesdenkmalamts (BDA) angetreten hat, legt ihre Funktion aus „persönlichen Gründen“ nieder. Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) hatte Pieler erst Ende vergangenen Jahres als Nachfolgerin von Barbara Neubauer präsentiert. Der Minister nimmt die Entscheidung „mit Bedauern zur Kenntnis“. Eine erneute Ausschreibung soll am morgigen Mittwoch erfolgen.

Die Archäologin und Juristin, die zuletzt als Richterin für Denkmalschutz am Bundesverwaltungsgericht wirkte, wollte sich im Rahmen ihres fünf Jahre laufenden Vertrags vor allem auf bessere Kommunikation und mehr Service-Orientierung konzentrieren. „Service und Transparenz stehen an oberster Stelle“, ließ die 1977 geborene Wienerin damals wissen. „Es muss klar sein, wann, wie und warum die Behörde eine Entscheidung trifft.“

„Viele Entscheidungen angefochten“
Für das Thema Weltkulturerbe, das zuletzt durch den Bericht des Denkmalrats ICOMOS für Schlagzeilen gesorgt hat, hatte sich Pieler bereits bei Amtsantritt als „nicht zuständig“ erklärt und auf den Minister verwiesen. Bei anderen Fragen wie etwa dem Abriss von Gründerzeithäusern hatte sie betont, dass die Interessen zwischen den beiden Polen Wirtschaft und Denkmalpflege auf Basis der Fachexpertise abgewogen werden. Man müsse die jeweiligen Interessen jedenfalls als gleichrangig betrachten.

Die Kritik ihrer Vorgängerin, dass Eigentümer möglichst wenig mit dem BDA zu tun haben wollen, ließ Pieler nicht gelten. Als Richterin habe sie bei Berufungsverfahren nicht den Eindruck gewonnen, „dass viele Entscheidungen angefochten werden“. Auch sei ihr immer die Wertschätzung der Eigentümer gegenüber dem Amt aufgefallen.

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