19.03.2019 11:51 |

KV-Verhandlungen

Bankangestellte drohen mit Warnstreiks

Drei Verhandlungsrunden sind bereits ergebnislos zu Ende gegangen. Sollten sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter auch am 26. März nicht auf einen neuen Kollektivvertrag für Bankangestellte einigen, drohen nun Warnstreiks. Diese Kampfmaßnahmen kündigten die Betriebsräte großer Banken in Österreich nach einer öffentlichen Betriebsversammlung am Dienstag in Wien an. Die Arbeitnehmer fordern eine Lohnerhöhung um 4,1 Prozent und ein verbessertes Dienstrecht.

„Die Branche hat 2018 mit einem Jahresüberschuss von 5,7 Milliarden Euro ein Rekordergebnis erzielt. Das ist eine gute Ausgangsbasis, um einen höheren Gehaltsabschluss fordern zu können“, sagte Adi Lehner, Vorsitzender des Zentralbetriebsrats der Bank Austria und Verhandlungsführer der Arbeitnehmer in den KV-Verhandlungen. Die Arbeitgeberseite hatte eine Anhebung der Gehälter um 2,3 Prozent angeboten.

„Wer Boni zahlt, muss Gehälter erhöhen“
Lehner kritisierte zudem heftig die Bonuszahlungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat der BAWAG - die sich für 2018 um ein Viertel auf 31,2 Millionen Euro erhöht haben. Bei der öffentlichen Versammlung am Wiener Schwarzenbergplatz war auf Transparenten unter anderem folgende Forderung zu lesen: „Wer sich Boni zahlt, muss auch Gehälter erhöhen.“

Zu den Forderungen im Dienstrecht gehören unter anderem eine schnellere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche sowie Klarheit über die Vergütung der 11. und 12. Arbeitsstunde bei All-In-Verträgen. Sollte es bei der nächsten Verhandlungsrunde am 26. März zu keiner Einigung kommen, drohen die Arbeitnehmervertreter mit Warnstreiks am 29. März und 1. April. Jedenfalls soll es am 26. März bereits Streikschulungen geben, kündigte Lehner an.

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