18.03.2019 03:43 |

1. Masters-1000-Titel

Wahnsinn! Thiem besiegt Federer und ist Nummer 4

Der totale Wahnsinn! Dominic Thiem schreibt rot-weiß-rote Sportgeschichte. Der 25-jährige Lichtenwörther besiegte im Endspiel des Tennis-Klassikers von Indian Wells den Schweizer Rekord-Champion Roger Federer in der Nacht auf Montag mit 3:6, 6:3, 7:5 - und feierte damit seinen ersten Titel in einem 1000er-Turnier, dem wichtigsten Event nach den Grand Slams! Im Video sehen Sie die Rede Thiems nach dem großartigen Sieg.

„Ich kann es nicht fassen! Vor zwei Wochen war ich noch in der schlimmsten Krise meines Lebens jetzt feiere ich den größten Erfolg. Nicht einmal mein erstes Grand-Slam-Finale geht über diese Geschichte“, jubelte Thiem. „Es ist sportlich gesehen wohl der schönste Moment meines Lebens.“

„Habe mich schnell erfangen“
Dabei erwischte Thiem gegen Federer in der kalifornischen Milliardärs-Oase einen Fehlstart. Der Schweizer gewann den ersten Satz mit 6:3. Thiem: „Die Stimmung am Center Court war sensationell, Roger hat zu Beginn unglaublich gespielt, aber ich habe mich schnell erfangen.“ Die Antwort gab er im zweiten Durchgang.

Dominic wehrte zwei von zwei Breakbällen ab und schlug bei seiner einzigen Möglichkeit zu, holte sich Satz Nummer 2. Was sich dann abgespielt hat, war der absolute Wahnsinn. „Ich war so knapp dran, meinen ersten 1000er-Titel zu gewinnen, das wollte ich mir nicht mehr nehmen lassen“, so Thiem.

Hochklassiges Tennis
Hochklassiges Tennis dann im dritten Satz, Szenen die an einen Boxkampf erinnerten - Thiem wuchs über sich hinaus, ließ die ganzen Probleme der letzten Wochen hinter sich. Österreichs Nummer eins nahm dem Schweizer Rekord-Champion den Aufschlag zum 6:5 ab, servierte nach 122 Minuten den dritten Satz aus. Was für ein Triumph! Thiem ist erst der zweite Österreicher nach Thomas Muster, der in dieser Kategorie ein Turnier gewonnen hat.

Nummer vier der Welt
Damit ist er ab Montag die Nummer vier der Tenniswelt, darf sich zudem über ein Preisgeld in der Höhe von 1,35 Millionen Dollar freuen. Mama Karin Thiem jubelte mit ihrem Junior im Milliardärs-Mekka mit, Papa Wolfgang verfolgte das Match daheim in Lichtenwörth im Fernsehen, jubelte: „Das ist die Sternstunde in der Karriere meines Sohnes.“

Peter Moizi, Kronen Zeitung

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