14.03.2019 13:12 |

Spenderherz beschädigt

Tod nach Transplantation: KAGes rechtfertigt sich

Im Falles jenes Patienten, der am LKH Graz ein beschädigtes Herz eingesetzt bekommen haben soll und danach verstarb, meldete sich nun die KAGes zu Wort. Diese räumt niedrige Fallzahlen ein, betont aber die Berufserfahrung der Chirurgen.

Seitens der KAGes hieß es Donnerstagmittag, dass der Fall des verstorbenen Patienten bei der Schlichtungsstelle war, „um sich zu einigen“. Tatsächlich sei ein Angebot über 12.000 Euro an die Witwe besprochen worden, in dem auch diverse Klauseln enthalten waren. Diese seien üblich und umfassten auch eine Verschwiegenheit über den Fall, so ein Sprecher.

Zweites Gutachten sorgt für Unmut
Obwohl es nach einer Einigung aussah, sei es zu keiner gekommen. Die Einholung eines zweiten Gutachtens verteidigte der Sprecher: Nach dem ersten Gutachten hätten die betroffenen Ärzte gesagt, dass es so, wie die Interpretation des Sachverständigen lautet, nicht gewesen sein könne. Darum habe die KAGes ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses komme zu anderen Ergebnissen als das erste. Außer Streit sei, dass es bei der Transplantationsoperation zu Komplikationen gekommen war. Die Frage sei nun aber, ob diese ursächlich für den Tod des Patienten waren.

Patientenombudsfrau Renate Skledar hatte kritisiert, dass am LKH Graz nur wenige Herzoperationen pro Jahr durchgeführt werden. Der Sprecher bestätigte die Wichtigkeit der Fallzahl für die Qualität einer Operation und dass es in den vergangenen Jahren eine bis drei pro Jahr waren. Doch die Chirurgen könnten niedrige Fallzahlen mit Erfahrung aus ihren vorherigen Berufskarrieren wettmachen.

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