28.02.2019 22:25 |

Tragödie in Valencia

Tod nach RiFF-Besuch: Gast an Erbrochenem erstickt

Nachdem eine 46-jährige Spanierin nach einen Luxusmenü im Sternerestaurant RiFF in Valencia gestorben war, liefen die Ermittlungen zur Todesursache auf Hochtouren. Nun ist der vorläufige Obduktionsbericht fertig: Demnach erstickte die Frau an ihrem eigenen Erbrochenen. Wie zahlreiche weitere Gäste des spanischen Lokals hatte sie eine Lebensmittelvergiftung erlitten. Während die anderen Erkrankten wieder gesund wurden, führte diese bei ihr allerdings zum Tod.

Mitte Februar war Maria Calvo mit ihrem Ehemann und ihrem zwölfjährigen Sohn in dem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Lokal in Valencia gewesen, um ihren Geburtstag zu feiern. Nur wenige Stunden nach dem Genuss des Luxusmenüs erkrankte die Familie - wie 26 weitere Gäste des Etablissements. Doch während sich Mann und Sohn nach Stunden der Qual wieder erholten, starb die 46-Jährige.

Zuvor hatte sich der Zustand der Frau immer weiter verschlechtert, während es ihren Familienmitgliedern rasch wieder besser gegangen war. Wie die spanische Zeitung „El Pais“ am Donnerstag berichtete, erstickte Calvo laut einem vorläufigen Bericht schließlich an ihrem eigenen Erbrochenen. Einsatzkräfte hätten sie nicht mehr retten können.

Ergebnisse der toxikologischen Tests sind noch ausständig
Abgesehen von der Frau war keiner der von der Lebensmittelvergiftung - für die noch keine Ursache ausgemacht werden konnte, da die Ergebnisse der toxikologischen Tests noch ausständig sind - betroffenen 28 anderen Gäste ernsthaft erkrankt. Die meisten hätten Berichten zufolge unter Durchfall und Erbrechen gelitten.

„Haben unsere Pilze unter keinen Umständen in China gekauft“
Auch die Theorie, wonach eine mit Morcheln verwechselte Giftmorchel schuld an der Tragödie sei, ist noch nicht ganz vom Tisch. Am Donnerstag dementierte der Besitzer des Lokals, der deutsche Sternekoch Bernd H. Knöller, Berichte, dass er die Pilze aus China importiert habe. Er beziehe seine Pilze von einem autorisierten Händler in León, wie es viele andere spanische Restaurants tun würden. „Unter keinen Umständen haben wir sie in China gekauft“, stellte er auf Twitter klar.

Zudem betonte Knöller, dass das Restaurant nicht von den Behörden geschlossen worden sei, sondern dass er aus eigenem Antrieb zugemacht habe, bis Gäste und Personal wieder unbedenklich im RiFF dinieren bzw. arbeiten können.

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