28.02.2019 19:50 |

Formel-1-Testfahrten

Ferrari-Jungstar Leclerc zeigt mit Hammer-Zeit auf

Am vorletzten Tag der Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona hat Ferrari mit einer neuen Bestzeit aufgezeigt! Neuzugang Charles Leclerc aus Monaco legte am Donnerstag seine schnellste Runde in 1:16,231 Minuten zurück. Direkt dahinter klassierten sich zwei Formel-1-Neulinge von Toro Rosso und McLaren. Der Franzose Pierre Gasly baute indes mit seinem Red-Bull-Renner einen schweren Unfall.

Leclerc war 0,651 Sekunden schneller als der Anglo-Thailänder Alexander Albon im Toro Rosso und 0,853 als McLaren-Pilot Lando Norris aus Großbritannien. Seine Runde war nahe an der Poleposition-Zeit von Lewis Hamilton im Vorjahr, die bei 1:16,173 Minuten lag - besser war bei den Testfahrten in diesem Jahr hier noch keiner gewesen. „Das Auto fühlt sich gut an“, meinte der 21-jährige Ferrari-Nachfolger von Kimi Räikkönen. „Vom ersten Tag an ist die Balance echt gut, und das war auch heute so.“ An den letzten beiden Tagen wollten viele Teams auf weichen Reifen schnelle Runden absolvieren, um möglichst nahe an die Simulation eines Samstag-Qualifyings zu kommen.

Die ersten im Klassement markierten ihre Zeiten alle auf der weichsten Pirelli-Mischung C5. Die Pneus werden in dieser Saison mit abnehmender Härte mit den Kürzeln C1 bis C5 bezeichnet. Red-Bull-Pilot Gasly erreichte mit einer 1:17,091 die viertschnellste Zeit, am Nachmittag beschädigte er seinen Wagen jedoch schwer, als er hart in der Streckenbegrenzung einschlug. Der 23-jährige Franzose, der schon in der vergangenen Woche abgeflogen war, blieb unverletzt. „Pierre ist okay nach seinem Aus in Kurve 9“, hieß es von Red Bull Racing nach seinem Besuch im Medical Centre, der bei einem Aufprall mit dieser Wucht vorgeschrieben ist.

Abermals nicht vorne dabei war Mercedes. Weltmeister Hamilton kam nur auf Platz zehn, sorgte aber mit 85 Runden für den Bestwert am Vormittag. Valtteri Bottas bildete das Schlusslicht. Beide waren aber auf längere Runs eingestellt, und bei Bottas waren die Rundenzeiten dabei tendenziell sogar besser als jene von Leclerc während seiner Rennsimulation. Am letzten Testtag in Spanien werde Mercedes etwas mehr in die Offensive gehen, kündigte Bottas an. „Morgen machen wir ein paar schnellere Runden. Ich möchte nicht sagen Quali-Simulationen, weil die erste richtige Quali wird in Melbourne sein, aber wir werden zumindest versuchen, ein bisschen mehr aus den Reifen rauszukitzeln“, sagte der Finne bei einem Medientermin.

Vizeweltmeister Sebastian Vettel pausierte am Donnerstag, während Ferrari vermeldete, die Ursache seines Unfalls am Mittwoch aufgeklärt zu haben. Demnach wurde die linke vordere Felge am Auto des Deutschen von einem fremden Objekt beschädigt, wie eine Sprecherin erklärte. Anschließend sei der Wagen bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr steuerbar gewesen. Vettel ritt ins Kiesbett und prallte schließlich gegen die Streckenbegrenzung, blieb aber unverletzt.

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