Therapie in Israel

Mohammad Ali will neue Parkinson-Behandlung testen

Sport
23.02.2010 18:58
Box-Legende Mohammad Ali will sich einer neuartigen Parkinson-Behandlung unterziehen. Seine Tochter Rashida habe sich an das Unternehmen Brainstorm gewandt, als sie von dessen Arbeit mit Stammzellen gehört habe, gab am Dienstag ein Sprecher des israelischen Biotechnologie-Unternehmens bekannt. "Sie hat uns versichert, dass ihr Vater an den Experimenten, die wir planen, teilnehmen möchte."

Die Behandlung zielt in erster Linie auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ab. Falls die Testreihe, die bisher vor allem an Mäusen durchgeführt worden war, erfolgreich ist, soll sie auch auf Parkinson ausgedehnt werden. Der 68-jährige Ali leidet seit den 80er-Jahren an Parkinson. Der dreifache Weltmeister im Schwergewicht hatte sich 1981 aus dem Sport zurückgezogen, drei Jahre später trat die Krankheit bei ihm auf.

Erst Anfang Dezember vergangenen Jahres hat Ali bei einem seiner raren öffentlichen Auftritte das neu adaptierte "Muhammad Ali Parkinson Center" in Phoenix (Arizona) eröffnet. Es ist jenes Spital, in dem der von der Krankheit bereits schwer gezeichnete Ex-Boxer behandelt wird. Zur Eröffnung legte der ehemalige Weltmeister, der mit seiner Frau Lonnie in Paradise Valley, einem Vorort von Phoenix, lebt,.seine Hand auf eine riesige Schere, um ein rotes Band zu durchschneiden. 

Die langsam fortschreitende, neurologische Erkrankung geht mit Muskelstarre, Muskelzittern und verlangsamten Bewegungen einher. Neben den körperlichen Einschränkungen können auch Depressionen und andere psychische Veränderungen auftreten. Für Parkinson wird das beschleunigte Altern und Absterben von Nervenzellen verantwortlich gemacht, die Dopamin herstellen. Dessen verminderte Produktion erklärt die meisten Symptome.

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