12.02.2019 16:00 |

Kritik an Minister

FP wird bei Ruf nach Deutschpflicht ungeduldig

Seit Jahren bemüht sich die FPÖ um eine gesetzliche Verankerung der Deutschpflicht im Schulhof oder bei externen Veranstaltungen. Der freiheitliche Landtagsklubchef Herwig Mahr hat sich im Herbst 2018 an Bildungsminister Heinz Faßmann gewandt. Ein Antwort ist ihm der ÖVP-Politiker noch schuldig geblieben.

„Ich habe dem Herrn Minister sogar ein schlüssiges Rechtsgutachten mitgeschickt. Dieses belegt, dass die Umsetzung der Deutschpflicht mit dem nötigen politischen Willen verfassungsrechtlich zulässig wäre“, ist FPÖ-Klubchef Herwig Mahr von Heinz Faßmann enttäuscht. Seit Oktober wartet er vergeblich auf eine Antwort aus Wien.

Besorgniserregende Entwicklung
Gerade angesichts des stetig steigenden Anteils von Pflichtschülern mit nichtdeutscher Muttersprache ist für Mahr die Deutschpflicht ein Gebot der Stunde. Wie berichtet, haben 28,3% der Schüler eine andere Muttersprache. Sollte die Entwicklung anhalten, befürchtet Mahr, dass in nicht so ferner Zeit verhältnismäßig mehr Schüler ohne deutsche Muttersprache in den Klassen sitzen könnten.

Wichtige Integrations-Maßnahme
„Gerade deshalb müssen Maßnahmen zum leichteren Spracherwerb ergriffen werden. Die Schulsprache Deutsch ist dafür bestens geeignet“, so Mahr. Zu den Klassen mit hundertprozentigem Anteil von Schülern nichtdeutscher Muttersprache sagt er: „Zielführend ist das mit Sicherheit nicht. Es muss eine realisierbare Grenze gezogen werden, damit Integration gelingen kann!“

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