Nach Schülerstatistik:

FPÖ verstärkt Ruf nach Deutschpflicht am Schulhof

Doppelt bestärkt sieht sich die FPÖ in Oberösterreich in ihrer Forderung nach einer gesetzlich verankerten Deutschpflicht auch am Schulhof, sprich in den Pausen und bei externen Schulveranstaltungen: Erstens durch die Statistik mit immer mehr Schülern ohne Muttersprache Deutsch und durch Umfrageergebnisse.

Von 19,3Prozent im Schuljahr 2009/10 auf 28,3 Prozent im Schuljahr 2018/19 ist, wie berichtet, in Oberösterreichder Anteil von Pflichtschülern mit nichtdeutscher Muttersprache gewachsen. Das sagt zunächst einmal über ihre Deutschkenntnisse nichts aus. Allerdings sind von den 30.201 Schülern und Schülerinnen, um die es geht, nur 7120 ohne Sprachförderung. 14.960 sind ordentliche Schüler mit Sprachförderung und immerhin 7907 außerordentliche Schüler mit Sprachförderung.

68% der Oberösterreicher für Deutschpflicht
Für FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr ist diese Schülerstatistik ein Grund mehr, eine gesetzlich verankerte Deutschpflicht an Schulen auch außerhalb des Unterrichts zu fordern. Eine Oberösterreich-Umfrage, siehe Grafik, gibt ihm Recht: Insgesamt befürworten 68 Prozent die Deutschpflicht in den Pausen, nur 24 Prozent sind dagegen. In der Grafik finden Sie auch die Verteilung von Ja und Nein unter den Anhängern von fünf politischen Parteien.

Bessere Ausstattung für die Schulen
Der grüne Integrationslandesrat Rudi Anschober hält die Deutschkompetenz der Kinder für wichtiger als ihre Muttersprache: „Tausende Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache haben großartig Deutsch gelernt und sind mit ihrer Zweisprachigkeit eine große Bereicherung. Was es aber sicher braucht, ist eine bessere Ausstattung der Schulen, vor allem personell - und da gibt es Nachholbedarf. Klubobmann Mahr sollte sich bei seiner Bundesregierung dafür einsetzen!“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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