08.02.2019 12:27 |

Lautstarker Protest

Schüler demonstrieren in Salzburg für das Klima

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“, skandierten am Freitagvormittag Jugendliche in der Salzburger Altstadt. Die durch die schwedische Schülerin und Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg inspirierte „Fridays for Future“-Bewegung ist nun auch auf Salzburg übergeschwappt. Die Schwestern Anika und Luisa Dafert aus Radstadt haben am Freitag den ersten Klima-Schulstreik im Bundesland organisiert. Zur Demo angemeldet waren 30 Personen, schon kurz nach dem Start waren die Reihen der Protestierer auf mehr als 100 Jugendliche angewachsen.

„Es passiert zu wenig für das Klima. Und es passiert zu langsam“, sagte Anika Dafert. Die 16-Jährige hat gemeinsam mit ihrer 14-jährigen Schwester Luisa zum ersten dreistündigen Freitagsstreik auf dem Alten Markt in der Salzburger Altstadt aufgerufen. Weil sich Staaten und Regierungen nur halbherzig oder gar nicht um den Klimaschutz bemühen, müsse man dem Anliegen eben „von unten“ Aufmerksamkeit verschaffen. „Die Politik muss endlich handeln. Und auch in Salzburg muss mehr passieren.“

Gerade bei Gleichaltrigen sei das entsprechende Bewusstsein nur wenig verbreitet, darum wollen die beiden Schwestern Klimaschutz auch stärker in den Köpfen anderer Schüler verankern. „Das Thema wird uns und die nächste Generation stark treffen. Darum müssen alle aktiv werden.“ Anika und Luisa wollen darum die „Fridays for Future“-Demos regelmäßig veranstalten und hoffen, dass der Funke auf viele Schüler und Schülerinnen in Salzburg überspringt. Am besten könnte man für die Freitagsproteste etwa die Zeit in der Mittagspause nutzen - das würde Konflikte mit den Schulleitungen wegen Schulschwänzens verringern.

Die Schwedin Thunberg streikt seit August 2018 jeden Freitag vor dem Parlament in Stockholm und will ihren Soloausstand fortsetzen, bis die Regierung die auf dem Pariser Klimagipfel 2015 gemachten Zusagen einhält. Aus der Idee entwickelte sich eine internationale Kampagne junger Menschen, vor allem Schüler und Studenten, die der Politik Versagen bei der Lösung deszentralen Zukunftsprobleme vorwerfen. In Belgien, Deutschland oder der Schweiz gingen zuletzt jeweils Zehntausende Schüler und Studenten auf Dutzende Orte verteilt auf die Straße.

In Salzburg hatten sich für Freitag zur Unterstützung der Schüler übrigens auch einige ältere Semester angesagt: Einige „Großmütter fürs Klima“ kündigten ihr Kommen an.

 krone.at
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