05.02.2019 07:00 |

Hubschraubereinsätze

Loipenretter der Olympiaregion im Kreuzfeuer

Die Loipenrettung auf dem Seefelder Plateau kommt nicht aus der Kritik. Erst ist die Bergrettung Leutasch ausgestiegen, nun hagelt es massive Vorwürfe, dass der Hubschrauber sehr oft unnötigerweise alarmiert würde. Der Hintergrund: Thomas Widerin, Chef der Loipenrettung, arbeitet ebenfalls als leitender Flugretter am C1.


Die Olympiaregion hat 2017 – zunächst als Pilotprojekt – die Loipenrettung installiert. Die Loipenretter sind mit zwei Skidoos unterwegs, zusätzlich gibt es eine spezielle Kooperation mit der ÖAMTC-Flugrettung.


Zu oft der Hubschrauber
„Der Notarzthubschrauber wird häufig selbst dann alarmiert, wenn Patienten sachgemäß mit dem Rettungswagen abtransportiert werden könnten“, hört man von vielen Seiten. Dies sei kein Wunder, zumal Thomas Widerin auch als leitender Flugretter des C1 fungiert. Und ein Einsatz kostet mehrere tausend Euro.

Mehr Helieinsätze
Fakt ist, dass die Zahl aller Einsätze mit Hubschraubern auf dem Seefelder Plateau - inklusive jener abseits der Loipen - von Jänner bis März 2017 und 2018 sowie von November bis Dezember 2017 im Vergleich zu den Zeiträumen der Jahre zuvor deutlich anstieg. Fakt ist weiters, dass 2017 die Loipenrettung installiert wurde.

Kein Zusammenhang
Die Steigerung habe laut Widerin jedoch nichts mit der Loipenrettung zu tun, außerdem weist er einen Zusammenhang von Hubschrauberalarmierungen mit seiner Tätigkeit am C1 deutlich zurück. Im Winter 2017/2018 habe es 24 Einsätze mit dem Notarzthubschrauber gegeben. Acht Mal sei die Alarmierung von der Leitstelle ausgegangen.

Rettungswagen schneller
Unterdessen wurde ein Fall bekannt, bei dem der C1 zu einem Patienten mit Herzrhythmusstörungen auf die Wildmoosalm flog. Der voll ausgerüstete Rettungswagen von Seefeld wäre in rund fünf Minuten am Einsatzort gewesen

Selbst eingestiegen
Berichtet wird zudem von einer Dame mit Armfraktur, die selbstständig in den Hubschrauber einstieg und nach Garmisch geflogen wurde. Der Transport mit dem Rettungswagen zum nächsten Arzt, der die Verletzung hätte versorgen können, hätte nur wenige Minuten gedauert.

Peter Freiberger
Peter Freiberger

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