03.02.2019 10:00 |

Dreiste Maschen

Illegale Prostitution: In 20 Sekunden zum Sextreff

Vom Innsbrucker Straßenbild ist die illegale Prostitution quasi komplett verschwunden. Heiß her geht es in der Stadt aber nach wie vor – meist im Verborgenen, hinter verschlossenen Türen! Die verbotene Sex-Arbeit hat sich in private Gemächer oder Hotels zurückgezogen. Geworben wird ausschließlich über das Internet.

21 Treffer! Wählt man auf einer einschlägigen Online-Plattform den Standort Innsbruck aus, dann werden einem gleich einmal so viele illegale Prostituierte angeboten. Die leicht bekleideten Sex-Arbeiterinnen werben mit lüsternen Posen und schlüpfrigen Sprüchen um liebeshungrige Freier. Unmittelbar neben den Bildern scheint eine gewöhnliche Handynummer auf. Ein Versuch zeigt: Völlig unkompliziert wäre binnen nur 20 Sekunden ein illegaler Sex-Treff vereinbart. In diesem Fall hätte die Prostituierte mit dem Fake-Namen Anastacia ihre verbotenen Dienste in einer Wohnung am Mitterweg versprochen.

Liebesdienste im Hotel
Die Masche ist nicht neu: Die illegale Sex-Arbeit wurde in den vergangenen Monaten und Jahren zunehmend in mehr oder weniger private Räumlichkeiten zurückgedrängt – nicht zuletzt aufgrund des erhöhten Polizeidrucks und der gesetzlichen Änderungen (etwa die Einführung der Freier-Bestrafung). Nicht selten mieten sich Prostituierte über allseits bekannte Privatzimmer-Plattformen im Web ihre Arbeitsstätten an. Ein weiterer Trend, der zuletzt immer wieder zu beobachten war: illegale Sex-Treffs in Hotels! Die Frauen checken teils in Vier-Sterne-Häuser als ganz normale Gäste ein und locken ihre Kunden folglich aufs Zimmer.

30 Prostituierte ertappt
Die Polizei kennt freilich die Tricks – die illegale Sex-Szene macht es den Ermittlern aber nicht leicht. Unter anderem deshalb, weil die Prostituierten von heute regelrechte Nomaden sind. „In der Regel sind die meisten nur für ein paar Tage in Innsbruck und ziehen dann weiter in andere Städte“, sagt Strafamtschef Florian Greil auf „Krone“-Anfrage.

Nichtsdestotrotz konnten die Fahnder im Vorjahr in Innsbruck an die 30 illegale Sex-Arbeiterinnen ertappen. Manche davon wurden sogar öfter erwischt. Alles in allem wurden hinsichtlich Wohnungsprostitution 44 Strafverfügungen zu jeweils 670 Euro ausgestellt. 229 Anzeigen gab es wegen Anbahnungen. Zudem wurden 16 Freier gestraft. Neun Anzeigen entfallen in die Rubrik „Sonstiges“. Unterm Strich bearbeitete das Strafamt also 298 Verfahren. Erfreulich: Im Vergleich zu 2017 ist das ein deutlicher Rückgang – damals waren es noch 1029!

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