30.01.2019 08:00 |

Lob und Dank

Tag für Tag im Einsatz für Tirols Sicherheit

Zum vierten Mal werden Mittwochabend die Tiroler Retter vor den Vorhang geholt - denn es ist ihr unermüdlicher, täglicher Einsatz, der Tirol zu einem sicheren Land macht. Neben Lob für die Einsatzkräfte dient der Empfang aber auch als Plattform zur Vernetzung und der Besprechung künftiger Herausforderungen.

In den vergangenen beiden Jahren wurden mit der Biathlon-WM 2017 und der Straßenrad-WM 2018 bereits zwei international hoch angesehene Großevents erfolgreich über die Bühne gebracht. Alleine bei der Straßenrad-WM waren über 600.000 Fans vor Ort – dass dabei alles gut ging, liegt vor allem an der guten Organisation und Arbeit der Einsatzkräfte. Nun steht mit der Nordischen Ski-WM bereits das nächste Großereignis vor der Tür. Um auch hier die Sicherheit der Tiroler, der Sportler und Zuseher gewährleisten zu können, wurde bereits ein halbes Jahr im Vorfeld ein 400 Seiten langes Sicherheitskonzept mit verschiedensten Maßnahmen ausgearbeitet.

Zusammenarbeit der Organisationen sehr gut
Aber auch abseits von Großereignissen funktioniert die Zusammenarbeit der Organisationen sehr gut. In vielen der 279 Gemeinden in Tirol hat es im Vorjahr Katastrophenereignisse gegeben: Von Muren und Felsstürzen bis zum Hochwasser in Osttirol. Und auch heuer waren die Einsatzkräfte aufgrund der enormen Schneemassen zu Beginn des Jahres bereits gefordert. Eine hundertprozentige Sicherheit wird es in einem Gebirgsland wie Tirol nie geben, heißt es von den Experten. Aber es werde von allen Seiten bestmöglich an der Sicherheit gearbeitet. So gibt es etwa über 40.000 Schutzbauwerke, zahlreiche Projekte der Wildbach- und Lawinenverbauung und über 100 Galerien zum Schutz der Verkehrsinfrastruktur im Landesstraßennetz. Passiert trotz dieser Maßnahmen etwas, wird mit vereinten Kräften an der Bewältigung gearbeitet. Unbezahlbar ist dabei der Einsatz der vielen Freiwilligen Helfer.

Ehrenamtliche Helfer sind unverzichtbar

  • Es gibt in Tirol 337 Freiwillige Feuerwehren.
  • Die Bergrettung Tirol hat insgesamt 91 Ortsstellen. Alle 4600 Mitglieder arbeiten freiwillig.
  • Beim Rettungsdienst Tirol gibt es rund 500 hauptberufliche, 4000 ehrenamtliche Mitarbeiter und rund 500 Zivildiener.
  • Die Wasserrettung Tirol hat 4200 Mitglieder, wovon 400 aktiv sind, der Rest ergibt sich durch Unterstützer. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Eine Millionen Stunden 
Das Bundesheer Tirol hat im vergangenen Jahr durch sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze, Katastropheneinsätze und Unterstützungsleistungen von Sportveranstaltungen mehr als eine Millionen Mannstunden geleistet.

„Gemeinsam etwas bewirken“
Die Feuerwehr ist nicht nur im Einsatz, wenn es brennt. Die Retter sind bei allen brenzligen Situationen gefordert, wie Peter Hölzl im Interview schildert.

Wie sehr hat der Winter bisher gefordert?
Es war etwa zehn Tage lang eine angespannte Lage mit zig Einsätzen. Die Ressourcen sind aber vorhanden, um solche Situationen bestmöglich zu bewältigen. Vor allem mussten Wege frei gemacht und Sturmschäden beseitigt werden.

Woher nimmt die Freiwillige Feuerwehr die Motivation für so viel Arbeit?
Der Teamgedanke steht bei vielen im Vordergrund - gemeinsam etwas bewirken zu wollen. Aber auch die Möglichkeiten, der Aus- und Weiterbildungen sind ein Anreiz.

Wie geht man mit der psychischen Belastung um?
Es gibt natürlich Einsätze, die nahe gehen. Das sind vor allem Unfälle mit Personenschaden. Da gibt es dann im Nachhinein eine Stressverarbeitung.

Wie steht es um den Nachwuchs?
Weil wir uns unter anderem in Schulen präsentieren, sind wir dahingehend gut aufgestellt.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter
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