27.01.2019 10:29 |

Fataler Dammbruch

Hunderte Tote nach Schlammlawine befürchtet

Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien wird befürchtet, dass bei dem Unglück wohl Hunderte Menschen ums Leben gekommen sind. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg bis Sonntag auf 34. Laut Angaben der Feuerwehr vom Samstag konnten 23 Menschen verletzt geborgen werden. Sie werden in Spitälern behandelt. Hunderte Menschen werden noch immer vermisst. Experten befürchten indes, dass ein weiterer Damm brechen könnte.

Den Angaben der Rettungskräfte zufolge werden rund 100 bis 150 Arbeiter in der Eisenerzmine in Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais vermisst, und bis zu 200 Menschen in der umliegenden Gegend. Der Gouverneur des Bundesstaates sagte, es sei unwahrscheinlich, noch viele Überlebende zu finden. Die Zahl der Todesopfer dürfte deshalb weiter steigen.

Ursache für Unglück noch unklar
Der Damm an der Mine des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale war am Freitag gebrochen. Eine Schlammlawine war daraufhin über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen hinweggerollt. Wie es zu dem Unfall kam, sei noch unklar, sagte der Chef des Unternehmens. Umweltschutzverbände fordern schon seit Langem eine strengere Kontrolle der Bergbaukonzerne.

Weiterer Dammbruch droht
Experten befürchten indes einen weiteren Dammbruch. Die Betreiber der Mine lösten Sonntagfrüh Alarm aus, nachdem Messungen ein Ansteigen des Wasserspiegels an einem weiteren Staudamm der Anlage ergeben hatten. Die Feuerwehr erklärte, angrenzende Siedlungen würden geräumt.

Präsident Jair Bolsonaro flog am Samstag im Hubschrauber über das Unglücksgebiet und machte sich ein Bild von der Lage. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um den Opfern zu helfen, die Schäden gering zu halten, die Fakten zu ermitteln, für Gerechtigkeit zu sorgen und diese Tragödien für die Brasilianer und die Umwelt künftig zu verhindern“, schrieb er auf Twitter.

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