Alexandra Liedtke inszeniert am Salzburger Landestheater Rossinis „La Gazzetta“: Liebe per Zeitungsanzeige und nicht per Tinder.
„Unlängst hat mich auf der Straße ein Mann ganz euphorisch am Arm gepackt und mit glänzenden Augen gemeint: ,Sie spielen gerade ihren ,Kleinen Prinzen’ am Marionettentheater’. Eine schöne Begegnung, die zeigt, dass ich Menschen mit meiner Arbeit berühre“, erzählt Alexandra Liedtke.
Neben den Marionettentheater realisierte die Regisseurin, die seit vier Jahren mit ihrem Mann Matthias Hartmann und den drei Kindern in Salzburg lebt, auch etliche Produktionen für das Landestheater. Nach Schillers Don Carlos, oder Shakespeares Hamlet, steht dort nun Rossinis „La Gazzetta“ am Programm.
Ein Verwirrspiel rund um den neapolitanischen Kaufmann Don Pomponio (Sergio Foresti), der für seine Tochter Lisetta (Tamara Ivaniš) per Zeitungsanzeige den perfekten Mann (Nico Darmanin) sucht. Allerdings machen ihm Lisettas wahre Liebe Filippo (George Humphreys) und andere Protagonisten einen Strich durch die Rechnung.
Ein Thema, das in Zeiten des Onlinedating-Booms aktueller nicht sein könnte. „Ich hab zunächst tatsächlich an Tinder gedacht. Um den Charme der Oper zu bewahren, hab ich mich aber für die 1970er entschieden und lasse die Sänger ganz ohne Smartphone in einem Grand Hotel am Strand von Rimini auftreten.“
Verstaubt kommen aber höchstens die Väter mit ihren antiquierten Ansichten daher. Die jungen Liebenden entsprechen ganz der Next Generation und bieten, insbesondere die Frauen, ordentlich Paroli.
Salzburger Landestheater
Rossini „ La Gazzetta“
20.1 bis 17.4.2019








Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.