10.01.2019 06:00 |

Heuer -10% erwartet

Der Neuwagenverkauf im Vorjahr war stark gebremst

Nach drei Spitzenjahren bremste sich der Neuwagenverkauf im Vorjahr unerwartet um 3,5 Prozent ein, und heuer erwartet der Autohandel sogar bis zu 10 Prozent Minus. Grund sei die Verunsicherung wegen der Abgas-Debatten. Erstmals seit 20 Jahren wurden mehr Benziner als Diesel abgesetzt, E-Autos machten gerade 2 Prozent aus.

Die insgesamt 6757 neuen E-Pkw waren immerhin ein Viertel mehr als 2017. Allerdings gingen nur 20 Prozent davon in private Hände, der große Rest an öffentliche Stellen und Firmen. Dazu kamen 9401 Hybrid-Fahrzeuge. Unterm Strich hatten knapp fünf Prozent aller Neuwagen einen alternativen Antrieb. Benziner eroberten 54 Prozent des Marktes, Diesel fielen stark auf 41 Prozent der österreichweit 341.068 verkauften Autos. Und trotz Öko-Diskussion überholten die meistens stärker motorisierten SUV die Kompakt- und Kleinwagen und wurden erstmalig zur begehrtesten Fahrzeugklasse!

Verkehrsminister plant Neugestaltung der NoVA 
Autoimporteure-Chef Günther Kerle forderte als Ergänzung zur bereits für zwei Jahre verlängerten E-Auto-Förderung auch die Abschaffung der Normverbrauchsabgabe (NoVA). Sie verteuere Autos sehr und behindere dadurch eine schnellere Modernisierung des Pkw-Bestandes hin zu schadstoffarmen Modellen. Verkehrsminister Norbert Hofer bestätigte immerhin, dass im Zuge der Steuerreform 2020 eine Neugestaltung der NoVA geplant sei. Außerdem werde es Änderungen im Wohnrecht geben, damit etwa in Garagen von Mehrfamilienhäusern künftig leichter Elektro-Ladestationen installiert werden können.

Christian Ebeert, Kronen Zeitung

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