09.01.2019 08:15 |

Nightrace in Flachau

13.400 Fans trotzten für die Ski-Damen dem Schnee

Sensationell: So lautete das Lob für die Flachauer und das hatten sie sich nach der schneereichen Woche mehr als verdient. Die Pongauer kümmerten sich auch perfekt um alle ÖSV-Damen. Die Fans trotzten dem Wetter und lieferten sich beim Finale ein wahres Jubelduell um Petra Vlhova, Mikaela Shiffrin und Kathi Liensberger.

Dem einen oder anderen Gast im Hotel Reslwirt dürfte in dieser Woche wohl das Herz aufgegangen sein. Denn mit ein bisschen Glück saß er mit einer der österreichischen Rennläuferinnen beim Essen im Gastraum oder lief ihr in der Lobby über den Weg.

Der rund 40-köpfige ÖSV-Tross bezog bereits am Sonntag das Quartier in Flachau. Extrawürste gab es für Damen, Trainer und Service-Leute aber kaum, wie Hotel-Chef Daniel Warter verrät: „Einzig das Frühstück beginnt für das Team früher – um halb 6.“ Kohlehydrate, Obst, aber auch Süßes ist auf dem Speiseplan zu finden. „Damit die Läuferinnen auch Kraft haben.“

Spezielle Sicherheitsvorkehrungen waren nicht notwendig, die Familie Warter und die Mitarbeiter hatten selbst ein Auge darauf, wer aus und ein geht. „Am Renntag kann es schon einmal vorkommen, dass ein paar Fans vor dem Hotel warten oder in die Lobby kommen“, so Warter.

In seinem Haus wurden auch die Ski der Damen gelagert und vorbereitet, allerdings nur Rossignol und Head. Die Atomic-Brettln kamen dagegen direkt von Altenmarkt.

Atomic-Rennchef Christian Höflehner fieberte dem Nachtslalom aus einem guten Grund besonders entgegen. „Bei einem Shiffrin-Sieg in Flachau wären die Hälfte aller Weltcuprennen dieses Winters auf Atomic-Skiern gewonnen worden“, erklärt er.

Der Schnee war das Gesprächsthema Nr. 1
Der tagelange Einsatz des Nightrace-Teams, bei dem geschätzte 100.000 Kubikmeter Schnee manövriert wurden, machte sich voll bezahlt. Von allen Seiten gab es großes und auch verdientes Lob.

Bis zuletzt war der Schnee aber Thema. Die 100 Rutscher waren während des gesamten Rennens im Dauereinsatz, um das frisch gefallene Nass nach jeder Läuferin wieder von der Rennstrecke zu bringen.

Fans freuten sich mit Kathi Liensberger
13.400 Zuschauer harrten letztlich bei Schneefall im Stadion und an der Piste aus und sorgten für eine einmalige Stimmung – vor allem je näher es dem Finale ging.

Die Anhänger der Vorarlbergerin Katharina Liensberger, der Slowakin Petra Vlhova und der Favoritin Mikaela Shiffrin lieferten sich ein wahres Jubelduell. Als klar war, dass Vlhova die Amerikanerin auf Platz zwei verwiesen hat und es die ÖSV-Läuferin aufs Stockerl schaffte, gab es endgültig kein Halten mehr für die Fan-Gruppen.

Iris Wind
Iris Wind
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