08.01.2019 21:47 |

Spannende Studie

Streit, Sex und Tiere stören die Nachbarn

Zigarettenqualm, der in die Wohnung zieht, bellende Hunde, Streit und laute Elektrogeräte: Eine Immobilienplattform hat untersucht, was Nachbarn auf die Palme bringt. Die Studie gibt nicht nur Einblicke, was sich in den vier Wänden nebenan abspielt, sondern räumt auch mit Vorurteilen auf. So zeigen sich vor allem ältere Personen als besonders tolerant, wenn es um Störfaktoren geht.

Die Schneefräse stört die Mittagsruhe. Obwohl Weihnachten längst vorbei ist, strahlt die kitschige Weihnachtsdekoration des Nachbarn bis ins Schlafzimmer. Es gibt wohl Tausende Gründe, die für Spannungen in der Nachbarschaft sorgen. Die triftigsten hat die Immobilienplattform „Immowelt“ jetzt bei einer repräsentativen Umfrage erhoben.

Störfaktor Nummer eins sind laute Gespräche. 22 Prozent der Befragten können es nicht leiden, wenn ihr Vis-à-vis lauthals streitet oder ins Telefon brüllt. Auf die Palme bringen Nachbarn aber auch Zigarettenrauch, der in die eigene Wohnung zieht (21 Prozent) sowie zwitschernde Wellensittiche und bellende Hunde (20 Prozent).

Klassische Streitauslöser sind auch zu laute Fernseher oder Rasenmäher, die die Ruhe des anderen stören. Auch wer nachts zur Spätschicht muss oder sexuell aktiv ist, muss mit dem Groll des Hausgenossen rechnen: Sechs Prozent der Befragten fühlen sich von Sexgeräuschen gestört.

Auch wenn sich die meisten Probleme leicht lösen lassen, enden Nachbarschaftsstreitigkeiten oft vor den Kärntner Richtern. „Das allgemeine bürgerliche Gesetzbuch sieht grundsätzlich vor, dass die Eigentümer benachbarter Grundstücke bei der Ausübung ihrer Rechte aufeinander Rücksicht zu nehmen haben. Streitigkeiten unter Nachbarn sind dennoch immer wieder Gegenstand von gerichtlichen Verfahren“, erklärt die Kärntner Gerichtssprecherin Eva Maria Jost-Draxl.

Nichts zu kritisieren haben immerhin 40 Prozent der Befragten. Vor allem auf dem Land und in kleineren Städten sei das Nachbarschaftsverhältnis ein friedliches, heißt es.

Als besonders tolerant erweisen sich übrigens Senioren: Mehr als die Hälfte freut sich über ein friedliches Nachbarschaftsverhältnis. Bei den 18- bis 29-Jährigen gab hingegen nur ein Drittel an, Glück mit dem Nebenan zu haben.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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