08.01.2019 06:00 |

Elf Automaten entdeckt

Wien: Erfolgreicher Schlag gegen Glücksspielmafia

Der Kampf gegen illegale Hinterhof-Spielhöllen geht in ganz Österreich unvermindert weiter! Am Sonntag wurden etwa in Wien-Brigittenau gleich elf Spielautomaten aus dem Verkehr gezogen, die hinter einer versteckten Tür zum Vorschein kamen. Zu gewinnen gibt es dabei freilich nur etwas für die Urheber des kriminellen Treibens.

In diesem Fall war es ein 57-jähriger Türke, der bei der Razzia samt mehrerer „Glücksritter“ ertappt wurde. Auch er zockte munter an den Automaten, die hinter einer als Garderobe getarnten Tür aufgestellt waren. Mit dem Unterschied, dass der Gastgeber den Schlüssel für die illegalen Geräte besitzt und das Geld „unbürokratisch“ wieder den Weg zurück in sein Börserl findet. Es ist ein durchaus profitables Geschäft - auf dem Rücken von Spielsüchtigen!

Auch alle anderen Spieler, die sich am Dreikönigstag in dem leer stehenden Geschäftslokal in der Walleinsteinstraße befanden, wurden perlustriert. Es war jedenfalls der erste größere Schlag gegen das illegale Glücksspiel im neuen Jahr.

1736 Automaten aus Verkehr gezogen
Die Ermittlungen werden von der Finanzpolizei geführt, die den Kampf gegen die Zocker-Mafia bereits vor Jahren aufgenommen hat. Österreichweit wurden 2018 exakt 1736 nicht zugelassene Automaten aus dem Verkehr gezogen, die meisten davon in Wien (452) und Oberösterreich (437). In Vorarlberg zeigen die Kontrollen die größte Wirkung – hier wurden nur zwei Geräte entdeckt.

Insgesamt geht die Zahl der „Einarmigen Banditen“ zurück. Aus dem Straßenbild sind die Automaten praktisch verschwunden, sein Geld kann man jetzt meist nur hinter getarnten Türen verlieren.

Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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