04.01.2019 09:58 |

Neuerung beim Heer

Ein Rottweiler im Ruhestand

Diensthunde sind treue Begleiter und ein unverzichtbarer Teil des Bundesheeres. Doch auch sie gehen irgendwann in Pension.

Einen Schlaganfall musste der elfjährige Rottweiler-Opa „Blade de Chevalier“, kurz „Blade“ genannt, bereits überstehen, aber beim Blick auf den geliebten Ball erwachen alle seine Lebensgeister. Fröhlich tobt er mit Herrchen Martin Hoffmann und dessen Tochter Magdalena durch den heimischen Garten in Wiener Neustadt. Der vierbeinige Senior genießt sein Leben als Familienhund sichtlich – doch mit ebenso viel Freude schützte er in den Jahren davor im Dienste des österreichischen Bundesheeres Munitionslager. 164 Vierbeiner sind derzeit im Einsatz für unser Land: Top ausgebildet, folgen sie Fährten, spüren Menschen unter Trümmern oder auch in gefährlichen Krisengebieten Kampfmittel auf.

Es ist selbstverständlich, dass die Hunde mit ihren Führern und deren Familien zusammenleben. Und auch nach dem Ausscheiden in den wohlverdienten Ruhestand – bei den Rottweilern des Bundesheeres mit zehn Jahren – verbleiben sie im gewohnten Umfeld. „Meine Hunde spielen mit meiner Tochter und deren Freundinnen und fahren mit uns in den Urlaub – sie kennen den Unterschied zwischen Dienst und Freizeit ganz genau“, erzählt Martin Hoffmann. „,Blade‘ verbringt seine Pension am liebsten mit uns im Garten.“ Die kleinen gesundheitlichen Wehwehchen im Alter sind auch durch die Belastung in den Dienstjahren bedingt. Umso erfreulicher, dass Verteidigungsminister Mario Kunasek vor Kurzem eine Art Pensionsregelung für die Hunde des Bundesheeres beschloss: Die Diensthundeführer werden nach Ausscheiden des tierischen Partners bei der Erhaltung und Pflege unterstützt. „Unsere Vierbeiner haben einen sorglosen Ruhestand verdient“, so Kunasek. „Darüber freuen sich meine Kollegen und ich sehr“, ergänzt Hoffmann.

„Rasselisten finde ich sinnlos“
Die aktuelle Debatte rund um sogenannte Listenhunde - in den betroffenen Bundesländern gehört der Rottweiler dazu, die Haltung ist mit strengen Auflagen verbunden - sieht Hoffmann kritisch: „Einzelne Bissvorfälle werden aufgebauscht - doch man sollte seinen Hund nur beim seriösen Züchter kaufen und der Hundeführschein für alle ist überfällig. Sobald ich mit meinen Hunden rausgehe, tragen sie ganz selbstverständlich Leine und Maulkorb. Die Liste mit Rassen finde ich sinnlos.“ Pensionist „Blade“ kümmert das wenig: Er hat es sich mit Magdalena auf der Couch gemütlich gemacht.

Denise Zöhrer
Denise Zöhrer
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