Di, 22. Jänner 2019

Bislang 12 Anzeigen

03.01.2019 08:00

Düstere Einbrecher in Tirol weniger oft aktiv

In der dunklen Jahreszeit haben sie für gewöhnlich Hochsaison: Dämmerungs-Einbrecher, die in Tirols Wohnungen und Häusern auf Beutezug gehen! In den vergangenen Jahren scheinen sie hierzulande aber weniger aktiv zu sein. Die Zahl der Coups sinkt - verstärkte Prävention und auch die Kontrolltätigkeit an den Grenzen sind laut Polizei unter anderem Gründe dafür.

Jahr für Jahr warnt die Polizei im Herbst vor Dämmerungs-Einbrechern und gibt Tipps, wie man sie möglichst aus den eigenen vier Wänden fernhalten kann. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Zahl der Coups in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist. Es gibt aber auch noch weitere Erklärungen: „Es gab immer wieder einige Erfolge bei der Klärung von solchen Straftaten und der Ausforschung von ausländischen Tätergruppen. Ganze Serien gingen auf. Und das schreckt natürlich ab“, betont Landespolizeichef Helmut Tomac im Gespräch mit der „Krone“ und ergänzt: „Aber auch die Kontrolltätigkeiten hinsichtlich des Migrationsgeschehens sind dafür maßgeblich. Man kann also durchaus sagen, dass auch die Grenzkontrollen bezüglich der Einbruchskriminalität ihre Wirkung tun.“

In aktueller Saison gab es bisher 12 Anzeigen
In der polizeilichen Statistik als Dämmerungs-Einbrüche gewertet werden Coups, die sich in der Zeit von 1. November bis 31. Jänner zwischen 16 und 21 Uhr ereignen. In der aktuellen Saison wurden bislang 12 Anzeigen verzeichnet. Zum Vergleich: Von 2015 auf 2016 waren es noch 90. Abgesehen haben es die Ganoven vor allem auf Schmuck, diverse andere Wertsachen und Geld. Nicht selten müssen die Täter aber auch ohne Beute abziehen. „In der Regel bleibt es bei rund 40 Prozent der Fälle beim Einbruchsversuch“, weiß Präventionsexperte Hans Peter Seewald vom LKA Tirol.

„Täter haben es eilig und nutzen Gelegenheiten“
Auch wenn sich heuer wieder ein Minus bei den Dämmerungs-Coups abzeichnet, alle Haus- und Wohnungsbesitzer sollten trotzdem stets auf der Hut sein. „Täter haben es eilig, suchen Schwachstellen und nutzen jede Gelegenheit“, sagt Seewald. „Etwa wenn es in der Wohnung oder im Haus dunkel ist. Manchmal läuten sie sogar, um auf Nummer sicher zu gehen, dass niemand daheim ist.“ Meist dringen die Ganoven über Terrassen- und Balkontüren oder über Fenster ein. Diese sollten dementsprechend einbruchssicher gemacht werden. Denn ein Versuch zeigt, dass etwa ein ungesichertes Fenster binnen nur zwei Sekunden problemlos aufgebrochen werden kann.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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