Sturz in Rauchfang

Linzer Held rettete „Weihnachtsmann“ aus Kamin

Für ein kleines Weihnachtswunder gesorgt hat jener Bewohner, der die Hilfeschreie eines 14-Jährigen aus Linz hörte, der in der Nacht zum vierten Adventsonntag auf ein Dach geklettert war, um Weihnachtsmann zu spielen. Dabei war der Bursche in den Kamin abgerutscht, hilflos drinnen steckengeblieben und konnte erst nach drei Stunden gerettet werden. 

„Nein, ich bin kein Lebensretter, die echten Helden sind die Feuerwehrmänner und die Helfer vom Arbeitersamariterbund, die ihn aus dem Kamin geholt haben. Aber ich bin schon sehr glücklich, dass alles kurz vor Weihnachten so ein glückliches Ende gefunden hat. Ich habe dazu einen Beitrag geleistet, das freut mich“, erzählt Behrami Muharrer (49). Der Lkw-Fahrer wohnt in dem Häuserblock an der Leonfeldnerstraße und hatte zwischen 1 Uhr und 1.30 Uhr Hilfeschreie gehört.

Lebensretter konnte die Schreie nicht zuordnen
„Ich hab‘ ja gar nicht gewusst, wo die herkommen, und deshalb die Polizei alarmiert“, schildert der Retter. Die Beamten klingelten bei den Nachbarn, aber keiner konnte sagen, woher die Schreie stammten. Erst eine halbe Stunde später hörte ein andere Nachbar wieder Hilferufe, die dann endlich geortet werden konnten.

„Die kamen aus dem Kamin, ich konnte vorerst gar nicht glauben, dass da jemand drinnen steckt. Wer denkt denn so was“, sagt der 49-Jährige. Er sprach den Eingesperrten direkt an, kurz darauf lief die spektakuläre Rettungsaktion mit 17 Leuten der Berufsfeuerwehr an.

14-Jähriger spielte den „Weihnachtsmann“
Auch nach 24 Jahren Berufserfahrung als Feuerwehrmann war dieser Einsatz „etwas ganz Neues“, schildert Einsatzleiter Gerhard Krenn. Der 14-jährige Russe, der mit seinen Eltern in der Innenstadt wohnt und in Österreich geboren wurde, gab bei einer Befragung durch Polizisten an, dass er bei seinem Wohnhaus in Urfahr von oben in den Schornstein geklettert sei, um einen guten Blick über die Häuser zu haben - und dann wollte er Weihnachtsmann spielen.

Keine Anzeige für „Abenteuer“
Dabei sei er aber abgerutscht und stecken geblieben. Wären die Nachbarn nicht so aufmerksam gewesen, hätte der Unfall für den 14-Jährigen auch ein ganz tragisches Ende nehmen können. Für sein „Abenteuer“ wird er laut Polizei nicht angezeigt.

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