11.12.2018 22:45 |

Biathlon

Ein Traumstart für die Exil-Salzburgerin

Sandra Flunger zeichnet in dieser Saison für die Schweizer Biathlon-Damen verantwortlich. Dabei erwischte die Saalfeldenerin einen Auftakt nach Maß:

Mit dem historisch ersten Mixed-Staffel-Stockerlplatz gelang Sandra Flunger als Trainerin der Schweizer Biathlon-Damen in Pokljuka ein Start nach Maß.

„Das war das Beste, was uns als Team passieren konnte“, grinst die Saalfeldenerin, die in den letzten Jahren als Trainerin der Biathlonschmiede um ihren Cousin Alfred Eder, Lisa Hauser und Ex-Junioren-Weltmeisterin Julia Schwaiger verantwortlich zeichnete. „Es war ein sehr guter Saisonbeginn für uns, die Stimmung ist super.“

Daran soll sich auch bei Flungers Heimweltcup in Hochfilzen ab Donnerstag nichts ändern. „Ich bin ja als Biathletin dort groß geworden, daher sind die Wettkämpfe hier schon etwas ganz Besonderes.“ Doch auch in ihrer neuen Wahlheimat fühlt sich die 36-Jährige pudelwohl. „Mein Vertrag läuft vorerst für ein Jahr. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich länger bleibe. Der Job macht großen Spaß!“

Sandra Flungers gute Kontakte in die Schweiz

Ihr Engagement kam durch ihre guten Kontakte zu den Eidgenossen zustande. Flunger und der Schweizer Biathlon-Chef Markus Segessenmann kennen sich schon seit vielen Jahren, als beide noch im Nachwuchs tätig waren.

Dort gelangen der 36-Jährigen unzählige Erfolge, darunter diverse Medaillen bei Junioren-Europa- und -Weltmeisterschaften mit Hauser, Schwaiger, Dunja Zdouc und Susi Hoffmann.

Zu denen pflegt die Exil-Salzburgerin auch heute noch einen exzellenten Kontakt, tauscht sich regelmäßig mit ihnen aus. „Ich habe natürlich vorab mit ihnen gesprochen. Wenn es für ein Problem gewesen wäre, dass ich in die Schweiz gehe, hätte ich es nicht gemacht.“

Simon Eders Saisonstart begeistert die Cousine

Flunger genoss aber die volle Unterstützung ihrer Mädels, empfing etwa Hauser im Sommer auch mal als Trainingspartinerin für die Eidgenössinnen.

Auch mit Simon Eder spricht sie sich weiterhin regelmäßig ab, ist über dessen guten Saisonstart - der 35-Jährige ist nach der ersten Weltcupstation Gesamtzweiter - begeistert.

„Voll cool, dass es so gut für ihn läuft“, lacht sie. „Er spürt einfach das volle Vertrauen von Trainer Ricco Groß, das tut ihm gut.“ Dass ihr Cousin auch im hohen Sportleralter noch so gut in Schuss ist, überrascht sie indes wenig.

„Wir haben jedes Jahr gesehen, dass er immer noch besser geworden ist und die Belastungen im Training und bei den Wettkämpfen leichter wegsteckt. Das hat ihn darin bestärkt, noch vier Jahre weitermachen zu wollen. Er ist wie ein guter Wein.“

Christoph Nister
Christoph Nister
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